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Wismarer Sagen "Verhext und verwünscht - sagenhaftes Wismar"

Dükermutter auf Poel

 

Dükermutter auf Poel © Hansestadt Wismar, Stadtgeschichtliches Museum
Fotograf: Kay Zimmermann 

Düker heißt Teufel.

Wie man sagt, war Dükermutter eine Bauernfrau, die an Kinder und Erwachsene, wenn sie unter dem Hersagen von alten Bittreimen an ihre Tür kamen, faule Eier verschenkte. Dafür ist sie verwünscht worden.

Sie half in der Folgezeit der Köchin in Neuhof bei der Arbeit in der Küche. Weil sie kein Hemd hatte, schenkte die Köchin ihr eins, und darauf kam sie nicht wieder in die Küche.

Sie trieb nun ihr Wesen an andern Orten. Da sie jedoch viel Unruhe stiftete, holte man den Pastor, der sie in die Ofenröhre bannte. Aber auch dort machte sie so viel Unruhe, daß man sie schließlich nach dem Schwarzen Busch brachte.

Nun ist sie auf dem Wege von dort nach Neuhof zurück, dabei kommt sie aber in jedem Jahr nur um einen Hahnenschritt weiter.

Inzwischen vertreibt sie sich die Zeit mit Spinnen. Sie sitzt mit ihrem goldenen Spinnrad in einem Dornbusch, manchmal aber auch in einer Höhle unter einem großen Stein. Wenn man das Ohr auf den Stein legt, kann man das Schnurren des Spinnrads hören.

Einige Leute haben Dükermutter auch schon gesehen. Sie war eine ganz kleine Frau mit rotbuntem Kleid und trug eine Haube mit zwei „Pipen“ auf dem Kopf.
Dükermutter war als Kinderschreck sehr gefürchtet. Ursprünglich war sie wohl ein „Moort“.

 

 

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Quelle: Stadtgeschichtliches Museum der Hansestadt Wismar