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Wismarer Sagen "Verhext und verwünscht - sagenhaftes Wismar"

Das schlafende Heer im „Swiensbarg“ bei Dreveskirchen

 

Das schlafende Heer im Swiensbarg bei Dreveskirchen © Hansestadt Wismar, Stadtgeschichtliches Museum
Fotograf: Kay Zimmermann 

Man sagt: Es wird einmal eine Zeit kommen, da wird die ganze Welt entzweigeschlagen. Überall kommen Soldaten aus der Erde, und dann beginnt ein fürchterlicher Krieg.

In Dreveskirchen war einmal ein Schweinehirt, dem eine Sau fortgelaufen war. Er ging ihr nach und sah sie in einem Loch im Swiensbarg verschwinden. Das Loch hatte er nie vorher gesehen.

Er kroch auch hinein und stand bald in einem Pferdestall. Dort standen Hunderte von Pferden, alle aufgesattelt. Sie schnauften und rasselten mit ihrem Geschirr.

Die Sau lief in einer langen Krippe entlang, die ganz mit Hafer gefüllt war.

Als der Hirte rief: „Saeg rut!“ öffnete sich plötzlich eine Flügeltür. Ein hoher Offizier mit großem Bart, der den Ausruf wohl gehört hatte, machte sie auf. Durch die Tür sah der Hirt in einen großen Saal, der ganz voll Kanonen war.

Dazwischen lagen und saßen viele schlafende Generale. Einer von ihnen rief: „Ist es schon Zeit?“ und eine Stimme rief zurück: „Noch lange nicht!“ Da wurde dem Schweinehirten unheimlich zu Sinn, und er lief nach Hause.

Später konnte man das Loch in dem Berg nicht mehr finden. Auch die Sau blieb verschwunden. zurück
Quelle: Stadtgeschichtliches Museum der Hansestadt Wismar