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Wismarer Sagen "Verhext und verwünscht - sagenhaftes Wismar"

Die Riesen bei Wismar

 

Die Riesen bei Wismar © Hansestadt Wismar, Stadtgeschichtliches Museum, Fotograf: Kay Zimmermann

Die Hünen waren nach der Sage Riesen von etwa 60 Fuß Höhe. Sie bewohnten vor allen andern unser Mecklenburg und sind endlich ausgestorben.

Von ihrer Größe und Stärke haben diese Leute uns noch ganz deutliche Spuren überliefert; denn alle Berge haben sie gemacht, tiefe, enge Schluchten, die Gründe, die Landseen und großen Teiche haben sie mit leichter Mühe gegraben.

Dann faßten sie den Plan zu einem Unternehmen, das ihnen zum großen Glück bald wieder verleidet ward. Sie wollten nämlich die Ostsee verschütten. Den ganzen Bergrücken der jetzigen Diedrichshäger Berge hatten sie schon dazu zusammengetragen.

An einem Morgen, als das Werk frisch wieder in Angriff genommen wurde und alle mit Schürzen voll Erde herzugeschleppt kamen, wurden sie nach langer Beratung einig, das Vorhaben aufzugeben, da doch zu viel Erde dazu gehöre, und sie dann ja auch, um Erde zu gewinnen, auf anderen Stellen neue Seen machen müßten.

Sie ließen daher alle zuletzt gebrachten Schürzen voll Erde in Haufen liegen. Nach den vielen kegelförmigen Hügeln an der Nordseite der Diedrichshäger Berge, die Kühlung genannt, kann man noch heute ungefähr abschätzen, wie viele ihrer gewesen sein müssen; jeder Hügel ist nämlich eine Schürze voll.

Auch bei Wismar haben sie die Berge aufgeschüttet, die Erde dazu haben sie an der Stelle fortgenommen, wo jetzt die Bucht und der Hafen sind. Einer Riesenfrau, die sich eine Schürze voll Erde an dieser Stelle geholt hatte, riß die Schürze, und der Haufe, der ihr herausfiel, ist heute der Wischberg. Etwas weiter schüttete sie den Nonnenberg auf und aus dem Rest noch den Papenberg. zurück
Quelle: Stadtgeschichtliches Museum der Hansestadt Wismar