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Die Deutsche Stiftung Welterbe fördert 2015 mit einer Summe von 9.900 EURO ein Forschungsprojekt, dessen Ziel die fachliche Bewertung neuer Straßenbauvorhaben in der Bucht von Kotor ist. Das beschloss der Vorstand der Deutschen Stiftung Welterbe, deren Stifter die beiden Welterbestädte Stralsund und Wismar sind, auf seiner Sitzung am 9. Dezember 2014 in Stralsund.

Die Bucht von Kotor liegt an der dalmatinischen Küste Montenegros. Sie erstreckt sich über eine Länge von knapp 30 Kilometern ins Landesinnere und besteht aus verschiedenen Einzelbecken, die durch Meerengen voneinander getrennt sind und von sehr steilen Bergflanken gesäumt werden. Das innerste dieser Becken wurde 1979 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Die Bucht von Kotor weist eine große ökologische und kulturelle Vielfalt auf. Gleichzeitig ist sie jedoch auch die am stärksten urbanisierte Region Montenegros und derzeit einem starken Entwicklungsdruck ausgesetzt. Viele Bewohner verlassen höher gelegene Gebiete, um sich in küstennahen Bereichen anzusiedeln.

In der Bucht von Kotor werden derzeit unterschiedliche neue Straßenbauprojekte geplant, die aufgrund der komplexen topografischen Voraussetzungen außerordentlich kompliziert sind. Küstennahe Lagen gehen direkt in Steilhanglagen über. Straßenbauvorhaben stellen deshalb immer auch starke Eingriffe in die Hanglagen dar und erfordern in der Regel umfangreiche bauliche Veränderungen. Dies führte bereits in den vergangenen Jahren zu Diskussionen mit dem UNESCO-Welterbekomitee und dessen Beratungsorganisationen.

Vor diesem Hintergrund sieht das Forschungsprojekt vor, drei Straßenbauvorhaben in Hinblick auf deren Welterbeverträglichkeit aus unabhängiger Sicht zu evaluieren und das lokale Welterbe-Management mit internationaler Expertise zu unterstützen. Hierdurch soll ein Beitrag geleistet werden, den außergewöhnlichen universellen Wert der Welterbestätte zu erhalten und deren nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit von Katri Lisitzin, Beraterin für Welterbe und Architektin sowie Forscherin am Department of Urban and Rural Planning SLU Uppsala Swede, mit
Dr.-Ing. Michael Kloos, UNESCO Chair in World Cultural and Urban Landscapes / RWTH Aachen Universität, durchgeführt.

Highslide JS
Bucht von Kotor in Monenegro

 





15.12.2014 
Quelle: Amt für Welterbe, Tourismus und Kultur