Bildimpressionen
Head Bild Bürger

Unternavigationspunkte

Sie sind hier: Startseite

Inhalt



Am Samstag, dem 15. November 2014, 17.00 Uhr,  wird die Ausstellung “Raumdialoge“ des Künstlers Günter Wagner im Kunstraum St. Georgen eröffnet.

Günter Wagner studierte Grafik und Malerei an die Universität Marburg und von 1977 bis 1981 an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe bei Markus Lüpertz. Wagner wird nachgesagt, dass er die Fähigkeit besitzt, die Widersprüchlichkeit von Ernst und Spiel zu vereinen. Die Hansestadt Wismar freut sich, diesen Künstler für den Kunstraum St. Georgen gewonnen zu haben.

„Offen und geschlossen, sichtbar und verborgen, transparent und undurchsichtig, schwer und leicht, stabil und fragil, liegend und stehend... , solche Polaritäten bestimmen in grundsätzlicher Weise das visuelle Erleben der Arbeiten des Bildhauers Günter Wagner.

Ein gläserner Streifen, der auf dem Boden aufliegt, markiert eine Art Weg. Durch das durchsichtige Material hindurch wird der Grund sichtbar, wird die Struktur des Bodens durch die Fläche hindurch an den Betrachter weitergegeben. Es entsteht der Eindruck, als würde die Glasplatte sich selbst auf den Boden pressen, mit ihm eine nicht mehr auflösbare Synthese eingehen. Oben und Unten kehren sich um. Aus dieser Spur erhebt sich deutlich vom Boden aufragend eine materialhafte Form aus Stahl. Manchmal führt sie in den offenen Raum und klingt dort aus, oft aber kehrt sie zu dem gläsernen Streifen zurück, der den Weg fortsetzt. Indem das uns leichter erscheinende Glas auf den Boden drückt und die materialhaft schwere Figur in bewegten Schwüngen aufsteigt, werde unsere gewohnten visuellen Eindrücke hinterfragt, unsere gewöhnlichen Eindrücke von liegender Schwere und sich aufrichtender Leichtigkeit umgekehrt.

Eine weitere Variante des Zusammenspiels von Glas und Stahl erprobt der Künstler, indem er das Glas aus seiner liegenden Position aufrichtet und ihm eine eigenständige Form gibt, die mit der Gestalt des Stahls in Korrespondenz gebracht wird, wie bei seiner großen Bodenarbeit „Raumskelett“. Sieben unterschiedlich gewölbte Stahlbögen unterschiedlicher Breite überspannen ihre Standflächen. In der Mitte ihrer Wölbung sind Schnitte angebracht, in die wiederum gläserne Bogenfragmente eingestellt sind. Die scharfe Liniatur der Glaskante dieser Arbeit wiederholt dabei in vertikaler Richtung die abgerundete Bewegung der horizontalen Stahlflächen.

Die Ausstellung in der St.-Georgen-Kirche Wismar ist täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet und bis 30. November 2014 zu sehen.

 

Highslide JS
"Raumdialoge" des Künstlers Günter Wagner

 





15.10.2014 
Quelle: Theater und Veranstaltungszentrale