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Im vierten Baujahr ließen die Bootsbauer Sonnabend unter den Augen tausender Zuschauer den Riesenrumpf der Poeler Kogge zu Wasser. Wissemara heißt das neue Flaggschiff der Hansestadt.


Kogge von vorn © Foto: H.-J. Zeigert
© Foto: H.-J. Zeigert  
Wismar
Taufe und Stapellauf der Poeler Kogge bei strahlendem Sonnenschein waren am Sonnabend der Tag der hansestädtischen Bootsbauer auf Zeit. Ganz nebenbei sorgten die Mäner der Qualifizierungs- und Entwicklungsgesellschaft dafür, dass der Geburtsort ihres besonderen schiffbaulichen Produktes einmal mehr in aller Munde ist. Es trägt jetzt den stolzen und prägenden Namen Wissemara, benannt nach einem kleinen Bach östlich der Stadt.

Das Interesse von Gästen aus Wismar und der Ferne sowie von Medienvertretern war enorm. Das feierliche Zuwasserlassen der Poeler Kogge ließen sich rund 20 000 Menschen nicht entgehen. Im gesamten Bereich des Alten Hafens herrschte ein unglaubliches Gewusel, auch auf dem Wasser. Denn neben Tausenden von Landratten nutzten viele Freizeitkapitäne das Pfingstfest für einen Abstecher an die Wismarbucht. Sie genossen ihren ganz besonderen Logenplatz, wie auch die mehr als 250 geladenen Gäste an Bord der Atalanta und der Mecklenburg. So war der aufbrausende Schwall der Begeisterungsrufe und das vielstimmige Sirenengeheul aller im Hafen liegenden Schiffe auch angemessen, als Kranfahrer Uwe Harpke von der Rostocker Firma H. N.-Krane gegen 12 Uhr mit seinem fahrbaren 400-Tonnen-Heber den mehr als 90 t schweren Koggenrohbau ins Hafenwasser absenkte.

Vorausgegangen waren Salutsalven der Wismarer Schützen. Locker und leicht heizten wohlklingende kräftige Männerstimmen des Shantychores Blänke die Stimmung an. Aus Anlass der Koggentaufe präsentierten sie gleichzeitig ihr Koggenlied. Schwer tat sich dagegen die Flasche Sekt. Dreimal musste Taufpatin Anne Leibold ausholen, bis das traditionelle Taufwasser endlich über den Koggenbug spritze.

Da hatte es Bootsbaumeister Rüdiger Hasse sehr viel leichter. Denn dem Bootsbauerbrauch folgend opferte er hoch oben an Bord das erste Glas Rum dem Schiff, das zweite den Erbauern. Für ihn und sein 24-köpfiges Team war es im vierten Baujahr und der fast ausschließlich von anstrengender Handarbeit geprägten Tätigkeit der schönste Moment, als sich der gewaltige Rumpf mit seinen unzähligen Plankennahtstellen im Inneren weiterhin trocken zeigte.

Mehr als 120 Leute wirkten im Rahmen von geförderten Maßnahmen an diesem wissenschaftlich begleiteten Projekt mit. Fast 140 Kubikmeter Holz von 144-hundertjährigen Kiefern bilden die bisherige Basis, die nach den Worten von Wismars Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken (SPD) dem Holz des neuen Flaggschiffes der Hansestadt eine Seele verleihen. Der Weiterbau unter den Augen von interessierten Besuchern geht am schwimmenden Bauplatz am Alten Hafen weiter. Neben Bootsbauerfleiß ist noch weitere finanzielle Hilfe von Nöten. So rief Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) dazu auf, noch mehr Sponsoren ins Boot zu holen, damit nicht nur mittelalterlicher Bootsbau, sondern ab Sommer 2005 auch mittelalterliche Seefahrt lebendig werden können. Einer der Gäste, der Wismarer Manfred Kluthausen (61), war schon im Dezember 2000 beim Koggenbau dabei. Er legte damals die ersten Planken an den Kielbalken: „Es ist eine ganz beachtliche Leistung.“ Vor allem, weil so mancher erst vor Ort den richtigen Umgang mit dem Holz erlernen musste.

KLAUS PETERS, Pressemitteilung aus der Ostsee-Zeitung vom 29. / 30. Mai 2004



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Bootsbauer © Foto: H.-J. Zeigert
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Kogge angehoben © Foto: H.-J. Zeigert
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Kogge von oben © Foto: H.-J. Zeigert
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Kogge von vorn © Foto: H.-J. Zeigert
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Kogge vorm Wasser © Foto: H.-J. Zeigert
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Kogge-im Wasser © Foto: H.-J. Zeigert
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Poeler Kogge © Foto: H.-J. Zeigert
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Poeler Kogge © Foto: H.-J. Zeigert
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Poeler Kogge © Foto: H.-J. Zeigert
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Poeler Kogge © Foto: H.-J. Zeigert
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Poeler Kogge © Foto: H.-J. Zeigert
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Poeler Kogge © Foto: H.-J. Zeigert
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Poeler Kogge © Foto: H.-J. Zeigert
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Poeler Kogge © Foto: H.-J. Zeigert
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Poeler Kogge © Foto: H.-J. Zeigert
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Poeler Kogge © Foto: H.-J. Zeigert
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Poeler Kogge © Foto: H.-J. Zeigert
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Taufe © Foto: H.-J. Zeigert
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Wissemaria © Foto: H.-J. Zeigert
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