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Mit der Grundsteinlegung am 20. Juni 1969 wurde damals die erste größere überdachte Sportstätte in der Hansestadt Wismar erbaut, welche von Otto Schmeier, Ernst Schröder und Gudrun Methfessel konzipiert wurde. Die Sporthalle war ein Vorhaben des Nationalen Aufbauwerkes an dem sich die Betriebe, Sportverbände und viele Bürger der Stadt durch Spenden und Mitarbeit aktiv beteiligten.


Seit der Eröffnung am 30. Dezember 1970 sind über 5 Millionen Sportler, Zuschauer und Besucher von Sport- und Tanzveranstaltungen, Versammlungen und Messen in der Sporthalle ein- und ausgegangen. Eröffnet wurde der Mehrzweckbau durch die Sportjugend Wismar mit der sehr bekannten Fernsehveranstaltung „Mach´s mit  - Mach´s nach – Mach´s besser“. Angefeuert von 1.200 Zuschauern kämpften vier Schulvertretungen um den Sieg. Im Anschluss daran fand das erste Handballspiel in der Sporthalle statt. Die 1. Frauenmannschaft der TSG Wismar trennte sich mit einem 17:17-Unentschieden von der Stadtauswahl Schwerins. Auch heute noch ist die Sporthalle die Heimspielstätte der 1. Frauenmannschaft. Bei so manchen Bundesligaspielen wird die Sporthalle zu einem Hexenkessel. Aber auch die Faustkämpfer, Fußballer, Turner und Akrobaten sind hier zu Hause, um ihre regelmäßigen Trainingseinheiten zu absolvieren. Ebenso wie die Schüler und Lehrer der umliegenden Schulen.


Bei sportlichen Großveranstaltungen gaben schon so einige prominente Sportler ihre Visitenkarte in der Sporthalle ab. So zum Beispiel Henry Maske als er 1979 und 1983 beim Boxländerkampf gegen Rumänien und USA antrat. Oder die Vorrundenspiele der Handballweltmeisterschaft von 1974, wo die Spitzenhandballer Heiner Brand und Joachim Deckarm über das Parkett liefen.Neben den Sportwettkämpfen lassen sich auch eine Vielzahl kultureller Veranstaltungen aufzählen: Stars wie Katja Ebstein, Roy Black und die „Puddys“ lockten zu DDR-Zeiten mehr als 2.000 Besucher in die Sporthalle. Nach der Wende waren Patrick Lindner, Dieter Bohlen und Juliane Werding Besuchermagnete. Die Jugendweihe, die Sportgala und der Silvesterball sind schon zur Tradition geworden.

Dass die Halle sich 40 Jahre lang als würdige Sportstätte präsentieren konnte, ist nicht zuletzt dem Einsatz und dem Verantwortungsbewusstsein des Hallenpersonals zu verdanken. Um die 50 Mitarbeiter waren damals in der Sporthalle beschäftigt.

Heute sind es nur noch vier. Darunter der neue Hallenleiter, Alexander Bandowski. Der ehemalige Hallenleiter, Rolf Kaphengst, war von Anfang an dabei und ging 2008 nach 40 Berufsjahren in den wohlverdienten Ruhestand. Für ihn und viele Wismarer Bürger ist die Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße ein Stück ihres Lebens. Damit das noch lange so bleibt, wird die Sporthalle seit Jahren schrittweise saniert. Die größten Sanierungen wurden 1999 bei den Umkleide- und Sanitärräume und 2008 im Foyer durchgeführt. Im letzten Bauabschnitt befindet sich nunmehr die Sanierung des Vordaches der Sporthalle, welche durch das Konjunkturpaket ermöglicht wurde. In den nächsten Jahren wird die Erneuerung der Heizungs- und Lüftungsanlage eine wichtige Rolle spielen. Ebenso wie der Umbau der Haustechnik.
Unterm Strich bleibt, dass die Sporthalle nach 40 Jahren immer noch eine „schicke Lady“ ist und sich zeigen lassen kann. Wenn man bei den Sanierungen am Ball bleibt, dann bestimmt auch noch zum 50. Geburtstag.

Susanne Möller










22.01.2011 
Quelle: Abt. Sport