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Zahl der männlichen Erzieher in Kitas von 2008 bis 2010 um ein Viertel gestiegen


Bundesprogramm "Mehr Männer in Kitas" zieht nach zehn Monaten erste positive
Bilanz



"Wir brauchen mehr engagierte Männer in Kitas. Darin sind sich die Eltern und die
Kitas einig. Allein die Tatsache, dass wir das Thema in die Öffentlichkeit
gebracht haben, zeigt Wirkung: Von 2008 bis 2010 ist die Zahl der männlichen
Erzieher in Kindertagesstätten um ein Viertel gestiegen. Das ist ein schöner
Erfolg", sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,
Kristina Schröder.

2008 gab es in Deutschland 7.980 männliche Fachkräfte. Ihre Zahl stieg 2009 auf
8.609 (+ 7,9 Prozent) und 2010 auf 9.979 (+ 15,9 Prozent). Das entspricht einer
Steigerung von 25 Prozent über zwei Jahre. Trotzdem ist der Anteil der Männer an
den Fachkräften insgesamt gesehen immer noch niedrig, daran ändert auch die
Steigerung von 2,4 auf 2,7 Prozent nichts. Deshalb wird das
Bundesfamilienministerium den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen. Ziel
des auch vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projekts ist es, das
Interesse von Jungen und Männern am Beruf des Erziehers zu wecken. So soll das
Programm dazu beitragen, den Anteil männlicher Erzieher in Kitas perspektivisch ‑
wie von der Europäischen Union empfohlen ‑ auf 20 Prozent zu erhöhen.

Das Programm "MEHR Männer in Kitas" ist Anfang 2011 an 16 Standorten mit einer
Laufzeit von drei Jahren gestartet. Info‑Busse, Schüler‑Praktika, Schnuppertage,
Freiwilligendienste und Mentorenprogramme, aber auch eine Einbindung von
beruflichen Quereinsteigern, aktive Väterarbeit sowie die Auseinandersetzung mit
dem Thema "Geschlecht" im Kita‑Team sollen dazu beitragen, mehr Männer für den
Beruf des Erziehers zu gewinnen.

Weitere Informationen unter www.bmfsfj.de und
www.koordination‑maennerinkitas.de .


































Autor: Petra Steffan, 14.10.2011