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Ministerin Schröder zieht positive Zwischenbilanz zum Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg" und kündigt Verlängerung an


Die Ergebnisse des mehrjährigen vom Bundesfamilienministerium gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit durchgeführten ESF-Programms "Perspektive Wiedereinstieg" haben die Verwaltung der Bundesagentur überzeugt. In seiner jüngsten Sitzung entschied der Verwaltungsrat daher, die erfolgreichen Module des Programms in die Regelpraxis der Bundesagentur für Arbeit zu übernehmenund so den beruflichen Wiedereinstieg nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung aktiv zu unterstützen.



"Für den perspektivreichen Wiedereinstieg nach einer mehrjährigen familienbedingten Auszeit ist es besonders wichtig, dass arbeitsmarktbezogene Unterstützungsangebote und personenbezogene Angebote durch ein individualisiertes Coaching passgenau verknüpft werden: das Training berufsrelevanter Basiskompetenzen, Zeitmanagment und ggf. Praktika oder gezielte Weiterbildungsmaßnahmen werden auf diese Weise situationsgerecht kombiniert", hebt Bundesministerin Dr. Kristina Schröder die wesentlichen Gesichtspunkte aus der Projektevalution hervor. "Ich freue mich, dass es gelungen ist, den Verwaltungsrat als Partner für nachhaltige Wiedereinstiegsförderung zu gewinnen und ich bin überzeugt, dass durch das verbesserte Angebot in Kürze Wiedereinsteigerinnen in der Fläche ähnlich günstige Unterstützungsbedingungen vorfinden werden, wie bislang nur an den 20 Projektstandorten."

Das im März 2008 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in enger Partnerschaft mit der Bundesagentur für Arbeit gestartete ESF-Programm wurde von der ESF-Regiestelle und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wissenschaftlich begleitet. Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass das Programm seine Zielgruppe erreicht hat. Die Teilnehmerinnen waren im Durchschnitt 35 bis 44 Jahre alt, hatten zwei Kinder und waren über sechs Jahre nicht erwerbstätig. 57 Prozent der Teilnehmerinnen verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung, 37 Prozent über einen Hochschulabschluss. Der Unterstützungspropzess dauerte im Durchschnitt 7 Moante vom Projekteintritt bis zur Integration. 70 Prozent der Teilnehmerinnen mit abgeschlossenem Projektverlauf konnten in den Arbeitsmarkt integriert werden.

"Heute, nur ein halbes Jahr vor Ende des ESF-Modellprogramms, sehen wir aber nicht nur die ersten Erfolge, wir sehen auch, welche Fragen wir bis zum Ende der Programmlaufzeit noch nicht beantworten können. Daher habe ich entschieden, das Programm im Februaar 2012 gezielt zu verlängern und im Rahmen der Verlängerung Zusatzelemente zu erproben. Es geht dabei vor allem um die bessere Integration der Ehepartner als Unterstützer des Wiedereinstiegs, es geht um die Frage haushaltsnaher Dienstleistungen im Kontext beruflichen Wiedereinstiegs und es geht um Zusammenarbeit mit Hochschulen zur Förderung eines qualifizierten Wiedereinstiegs von Akademikerinnen. Mit diesem Modulen wollen wir dazu beitragen, den vollzeitnahen Wiedereinstieg, der gerade im Westen viel zu selten gelingt, als Wiedereinstieg mit Perspektiv zu erleichtern", so Schröder.

Für eine Verlängerung des erfolgreichen ESF-Programms um knapp zwei Jahre bis Ende 2013 stellt das Bundesfamilienminiserium weitere ESF-Mittel in Höhe von 7 Millionen Euro zur Verfügung. Flankiert wird das ESF-Programm "Perspektive Wiedereinstieg" durch das gleichnamige Internetportal. Der im Mai auf dem Portal freigeschaltete Wiedereinstiegsrechner www.wiedereinstiegsrechner.de erweist sich dabei als wirklicher Wiedereinstiegsmotor. Schon heute haben 10.000 Nutzer den Rechner genutzt, der Frauen, ihren Partnern und Familien hilft, den persönlichen wirtschaftlichen Vorteil eines Wiedereinstiegs in den Beruf nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung zu berechnen. Der Wiedereinstiegsrechner macht noch einmal deutlich: der Wiedereinstieg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lohnt sich, während das jahrelange Verharren in Minijobs zu Altersarmut führen kann.



































Autor: Petra Steffan 
Quelle: Bundesfamilienministerium