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STOLPERSTEINE in Wismar



Willi Gotthardt


09. November 1913 – 20. Januar 1945
Am Torney 31
erschossen in Krotoschin / Polen 


Kurzbiografie 


Willi Gotthardt wurde 1913 in Kamps bei Schwaan geboren. Er zog Mitte der 1930er Jahre nach Wismar und wohnte mit seiner Familie Am Torney 31. Beschäftigt war er als Maler in der Waggonfabrik und als Spritzlackerierer in den Dornier-Werken. Gleich zu Beginn der NS-Herrschaft kam er in Konflikt mit dem Regime, indem er sich weigerte, den "Arbeitsdienst" weiter durchzuführen, nachdem dieser uniformiert worden war. Auch nach seiner Einberufung zur Wehrmacht - im November 1939 - verhielt er sich unangepasst. Willi Gotthardt verweigerte den Gehorsam und gab im Rahmen einer Auseinanderandersetzung einem Unteroffizier eine Backpfeife, was ihm neben einer unehrenhaften Entlassung auch acht Monate Wehrmachtsgefängnis einbrachte. Nach Wismar zurückgekehrt beschäftigte ihn die Deutsche Reichsbahn. Aber auch hier blieb Willi Gotthardt nicht still. Als er an seinem Dienstort in Petersdorf einen Transport russischer Kriegsgefangener beobachtete, empörte er sich über die unmenschliche Behandlung - was nicht ungehört blieb. Nach einer Anzeige folgte ein Prozess vor dem Schweriner Sondergericht, dass ihn zu eineinhalb Jahren Gefängnishaft verurteilte, die er in Bützow-Dreibergen absaß. Im April 1944 - nach der Haft - wurde Willi Gotthardt erneut zur Wehrmacht eingezogen und der Organisation Todt zugeteilt. Auf dem Rückmarsch durch Polen hat ihn am 20. Januar 1945 ein deutscher General willkürlich erschossen.


Verlegung des STOLPERSTEINS: 


Stolpersteinverlegung am TorneyFür Willi Gotthardt wurde am 28. Juli 2009 Am Torney 31 ein Stolperstein verlegt.