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STOLPERSTEINE in Wismar



Johann Frehse


P1040811
© Presse, Hansestadt Wismar 
10. Januar 1886 – 20. Januar 1942
letzter Wohnort Kanalstraße 8
ermordet in Dachau / Schloss Hartheim


Kurzbiografie 


Frehse
© Projektgruppe Stolpersteine 
Johann Frehse wurde im Januar 1886 als Sohn einer Landarbeiterfamilie in Bantow geboren. Später lebte der gelernter Schiffszimmermann in Wismar und arbeitete als Fischer.
Sein Leben wurde schon früh durch seine Kriegsinvalidität eingeschränkt, im 1. Weltkrieg verlor er seine linke Hand und sein linkes Augenlicht. Geprägt durch die Kriegserlebnisse nahm Frehse an antifaschistischen Aktionen teil.
Auch nach der Machtübernahme der Nazis blieb er in der KPD und wechselte in den Widerstand. Aus diesem Grund wurde er am 6. Dezember 1934 im Zuge eines Hochverratsprozesses zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Frehse war unter anderem daran beteiligt, Parteigenossen mit seinem Fischerboot nach Dänemark ins Exil zu bringen. Darunter war am 5. Mai 1934 Franz Jakubek, der Vorsitzende der Wismarer Ortsgruppe. Bei dem Versuch wurden sie aufgegriffen und Frehse musste eine Haftstrafe in Dreibergen-Bützow absitzen. Danach kehrte er wieder nach Wismar zurück, wo er bis 1939 mit seiner Familie lebte. In diesem Jahr wurde er erneut verhaftet und in das KZ Sachsenhausen überführt.
Am 29. August wurde er nach Dachau überführt und am 20. Januar 1942 in der Tötungsanstalt Schloß Hartheim vergast.



Pate:


Enkel Pate
© Projektgruppe Stolpersteine 
Bernhard Krummhauer, Pächter der Tankstelle „Total-Station“ an der Dr. Leber-Straße, hat die Patenschaft für diesen STOLPERSTEIN übernommen.

Nach der Verlegung am 15. Juli 2008 wurde der Stein in der Nacht vom 1. Oktober 2008 von Unbekannten entfernt. Die Projektgruppe STOLPERSTEINE konnte mit Hilfe von Spenden einen neuen Stein anfertigen lassen. Ein Mitarbeiter des Bauamtes der Hansestadt Wismar verlegte dann den neuen Stein am 20. November 2008.



Verlegung des STOLPERSTEINS:


Für Johann Frehse wurde am 15. Juli 2008 in der Kanalstraße 8 ein Stolperstein verlegt.