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Unterlagen für die Beurkundung einer Geburt



Unterlagen, die nicht miteinander verheiratete Eltern deutscher Staatsangehörigkeit vorlegen müssen:


Fall 1: Es gibt (noch) kein Vaterschaftsanerkenntnis; in die Geburtsurkunde soll zunächst nur die Mutter eingetragen werden

Sie benötigen:
  1. wenn Sie ledig sind, Ihre eigene Original-Geburtsurkunde;
    wenn Sie geschieden oder verwitwet sind, eine Heiratsurkunde, das Scheidungsurteil oder die Sterbeurkunde
  2. eine von Ihnen unterschriebene Erklärung, welche/n Vornamen Ihr Kind führen soll (erhalten Sie im Krankenhaus), das Kind erhält automatisch als Familiennamen den Familiennamen der Mutter.

Hinweis:
Wird zunächst nur die Mutter in den Geburtseintrag aufgenommen, kann immer noch im Nachhinein der Vater in den Geburtseintrag aufgenommen werden, wenn die Vaterschaft anerkannt worden ist. Auch eine nachträgliche Änderung des Geburtsnamens ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich:

  • die Eltern legen beim Fachdienst Jugend fest, dass sie offiziell gemeinsam das Sorgerecht für ihr Kind ausüben
    oder
  • die Eltern des Kindes heiraten und begründen damit das gemeinsame Sorgerecht. Wenn sie keinen gemeinsamen Ehenamen festlegen, können sie innerhalb von drei Monaten den Familiennamen des Kindes noch einmal gemeinsam neu bestimmen.


 


Fall 2: Es gibt (noch) kein Vaterschaftsanerkenntnis; beide Eltern wollen in die Geburtsurkunde aufgenommen werden

Sie benötigen:
  • für einen Vater/eine Mutter, der/die ledig ist: eine Original-Geburtsurkunde
  • für einen Vater/eine Mutter, der/die geschieden oder verwitwet ist, eine Heiratsurkunde mit Auflösungsvermerk

Alternative 1:

  1. Der Vater erkennt die Vaterschaft beim Standesamt oder Fachdienst Jugend an; die Mutter stimmt der Anerkennung beim Standesamt oder Fachdienst Jugend zu.
  2. Die Mutter unterzeichnet die Vornamensgebung für das Kind; das Kind erhält regelmäßig den Familiennamen der Mutter.
  3. Das Kind kann den Familiennamen des Vaters erhalten, wenn die Mutter eine Erklärung darüber abgibt, dass sie die alleinige Sorge für das Kind hat, und wenn der Vater einwilligt, dass das Kind seinen Familiennamen erhalten darf (diese Einwilligung des Vaters muss öffentlich beglaubigt werden).

Alternative 2:

  1. Der Vater erkennt die Vaterschaft beim Standesamt oder Fachdienst Jugend an; die Mutter stimmt der Anerkennung beim Standesamt oder Fachdienst Jugend zu.
  2. Beide Elternteile geben beim Fachdienst Jugend eine gemeinsame Sorgeerklärung ab.
  3. Beide erklären gemeinsam, welchen Vornamen und welchen Familiennamen ihr Kind bekommen soll. Die Festlegung des Familiennamens gilt auch für alle weiteren gemeinsamen Kinder.


 


Fall 3: Es gibt bereits ein Vaterschaftsanerkenntnis; beide Eltern wollen in die Geburtsurkunde aufgenommen werden
Sie benötigen:
  1. für einen Vater/eine Mutter, der/die ledig ist, eine Original-Geburtsurkunde,
    für einen Vater/eine Mutter, der/die geschieden oder verwitwet ist, eine Heiratsurkunde mit Auflösungsvermerk
  2. die Urkunde/n über die Vaterschaftsanerkennung einschließlich der Zustimmungserklärung der Mutter zur Vaterschaftsanerkennung
  3. falls eine gemeinsame Sorgeerklärung beim Fachdienst Jugend abgegeben worden ist, wird die Sorgeerklärung beim Standesamt vorgelegt; dann legen beide Eltern gemeinsam fest, welchen Vornamen und welchen Familiennamen ihr Kind bekommen soll. Diese Festlegung ist für alle weiteren Kinder dieser Eltern verbindlich.
  4. falls keine gemeinsame Sorgeerklärung beim Fachdienst Jugend abgegeben worden ist, erklärt die Mutter, dass sie die alleinige elterliche Sorge hat; sie bestimmt dann allein den Vornamen des Kindes, das Kind erhält regelmäßig ihren Familiennamen. Das Kind kann den Familiennamen des Vaters erhalten, wenn dieser vorher in einer öffentlich beglaubigten Erklärung angibt, dass er damit einverstanden ist.