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Projekt zum Schutz von schwangeren Flüchtlingsfrauen gestartet

Das Bundesministerium hat gemeinsam mit dem Verein donum vitae ein Modellprojekt entwickelt, das sich mit einer Konfliktberatung an schwangere geflüchtete Frauen richtet. Mit dem Projekt "Schwangerschaft und Flucht" soll ein niedrigschwelliger Zugang in das deutsche Unterstützungssystem ermöglicht werden.
Aktuell stehen Bund, Länder und Kommunen vor der Herausforderung, die vielen nach Deutschland geflüchteten Menschen gut aufzunehmen und zu integrieren. Unter den Schutzsuchenden sind auch viele schwangere Frauen, die vor und während ihrer Flucht traumatische Erfahrungen machen mussten.

Start in sechs Bundesländern
Das Bundesfamilienministerium hat deshalb gemeinsam mit dem donum vitae Bundesverband e. V. ein dreijähriges Modellprojekt entwickelt, das sich an schwangere geflüchtete Frauen und ihre ungeborenen Kinder richtet. Das Projekt zielt darauf ab, geflüchtete Frauen die Angebote der deutschen Schwangerschaftsberatung bekannt zu machen und ihnen ein niedrigschwelligen Zugang in das deutsche Frauenunterstützungssystem zu ermöglichen.

"Schwangerschaft und Flucht" startet zunächst mit folgenden Standorten in sechs Bundesländern: Schleswig-Holstein (Lübeck), Niedersachsen (Papenburg), Berlin, Baden-Würtermberg (Heidelberg), Saarland (Saarlouis und Neuenkirchen) sowie in Bayern (Freilassing). Weitere Standorte sind vorgesehen in Baden-Würtermberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.

Herzstück des Projektes ist das neue Konzept der aufsuchenden Schwangerschaftskonfliktberatung und damit die bewährten Angebote des Schwangerschaftsberatung nach §§ 2,5 und 6 SchKG für die besondere Zielgruppe der Flüchtlinge zugänglich zu machen. Dies soll in Kooperation mit bestehenden Angeboten vor Ort geschehen.

Donum vitae

Donum vitae ist als bundesweiter Verband mit Beratungsstelelen an über 200 orten in der allgemeinen Schwangerern- und Schwangerschaftskonfliktberatung tätig. Im Programm "Schwangerschaft und Flucht" übernimmt der Verein eine Lotsenfunktion für die Frauen in das bestehende Hilfesystem. Die kulturservible Ansprache und der niedrigschwellige Zugang für die Zielgruppe sowie die Vernetzung und Kooperation vor Ort sind wichtige Bestandteile zru erfolgreichen Umsetzung des Projektes.

Quelle:BMFSFJ

Autor: Petra Steffan, 18.05.2016 
Quelle: Bundesministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales MV