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Ausgleichsbetrag des Grundstückseigentümers

Durch die Erhebung des Ausgleichsbetrages im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet "Altstadt Wismar" und "Altstadt Wismar - Erweiterungsgebiet" wird der Grundstückseigentümer (Ausgleichsbetragspflichtiger) an den Kosten der Sanierung (Gesamtmaßnahme im Sanierungsgebiet zur Beseitigung städtebaulicher Missstände) beteiligt. Das Verfahren zur Entrichtung des Ausgleichsbetrages ist in den Vorschriften des § 154 BauGB geregelt.

Dieser Betrag ist in Geld zu leisten. Er entspricht der durch die Sanierung bedingten Erhöhung des Bodenwertes des betreffenden Grundstückes. Diese Erhöhung des Bodenwertes besteht aus dem Unterschied zwischen dem Anfangswert und dem Endwert.

  • Anfangswert 
    Dieser Wert ist der Bodenwert (nur der Grund und Boden) für das Grundstück, wenn keine Sanierung in dem festgelegten
    Sanierungsgebiet vorgesehen oder durchgeführt worden wäre.
  • Endwert 
    Dieser Wert ist der Bodenwert für das Grundstück, wie er sich nach der Neuordnung durch die Sanierung ergibt.

Im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet entfällt die Erhebung von Beiträgen für die Herstellung, Erweiterung oder Verbesserung von Erschließungsanlagen. Diese Beiträge sind in der Regel höher als die in einem Wertermittlungsverfahren ermittelte Bodenwerterhöhung. Die Anfangswerte im Sanierungsgebiet können der Bodenrichtwertkarte für die Hansestadt Wismar entnommen [siehe im Internet unter www.nordwestmecklenburg.de über Geo-Daten-Dienste zur Bodenrichtwertkarte der Hansestadt Wismar] oder bei der



erfragt werden. Die Bodenwerterhöhung beläuft sich nach bisherigen Erfahrungen auf ca. 10 - 20 % des Anfangswertes.

Beispiel:  Wenn bei einer Grundstücksgröße von 100 m² und einem Anfangswert von 200 € im Wertermittlungsverfahren ein Endwert von 220 € ermittelt wird, beträgt der Ausgleichsbetrag 2.000 €.

Grundsätzlich ist der Ausgleichsbetrag nach Abschluss der Sanierung zu entrichten.

Auf Antrag des Ausgleichsbetragspflichtigen ist eine vorzeitige Festsetzung und Ablösung des Ausgleichsbetrages möglich, wenn seitens des Ausgleichsbetragspflichtigen ein berechtigtes Interesse an der vorzeitigen Festsetzung besteht und der Ausgleichsbetrag mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden kann.

Die vorzeitige Ablösung hat sowohl für den Ausgleichsbetragspflichtigen als auch für die Hansestadt Wismar Vorteile. Sie erfolgt freiwillig und in beiderseitigem Einvernehmen.
Vorteil für den Ausgleichsbetragspflichtigen ist die Gewährung eines Abschlags bei vorzeitiger Ablösung, der derzeit am höchsten ist und gestaffelt bis zum Ende der Sanierung entfällt.

Vorteil für die Hansestadt Wismar ist, dass die durch die vorzeitige Ablösung erzielten Einnahmen unmittelbar wieder in die Sanierung der Altstadt der Hansestadt Wismar fließen.

Die getroffenen Regelungen in der Ablösungsvereinbarung sind abschließend.