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Familie Blass

 

Familie Blass überlebte den Holocaust. Sie konnten nach England flüchten und emigrierten später in die USA.
ABC-Straße 14

Kurzbiografie:

Der 1897 in Hrubieszow (Kreis Lubmin, Polen) geborene Max Blass kam mit seiner Frau Jenny etwa 1920 nach Wismar. Drei Kinder wurden ihnen hier geboren. Bernhard, Ernst und Paula.
Die jüdische Familie wohnte zunächst in der Sargmacherstraße 9, wo Max Blass auch eine Schuh- und Kleiderhandlung eröffnete.
Später zog die Familie in die Mühlengrube 36. Spätestens 1927 eröffnete Max Blass dann eine Schuhwaren- und Konfektionshandlung in der ABC-Straße 14, kurz darauf wohnte seine Familie auch dort.


Ab 1933 rief die NSDAP zum Boykott jüdischer Geschäfte auf. Max Blass war davon unmittelbar betroffen. Im nationalsozialistischen Niederdeutschen Beobachter wurden Kunden davor gewarnt, bei ihm einzukaufen. Zur Reichspogromnacht am 9. November 1938 wurde sein Geschäft zerstört, er und sein Sohn Ernst in Schutzhaft genommen und in der Landesstrafanstalt Neustrelitz-Strelitz inhaftiert. Wieder freigelassen und jeglicher Existenzgrundlage beraubt verließ Familie Blass Wismar. Über Großbritannien gelangten sie in die USA und begannen ein neues Leben.
Max Blass starb 1976 in Ramat-Gan (Israel).

Verlegung des STOLPERSTEINS: