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Gedenkstein für die Gefallenen der Sowjetunion

Phillipp-Müller-Straße

Am 2. Mai 1945 rückten die Truppen der Sowjetarmee kampflos in Wismar ein, doch bei Gefechten in der Umgebung der Stadt ließen 348 sowjetische Soldaten ihr Leben.

Im südwestlichen Teil von Wismar, beim sogenannten »Wischberg« wurde am 15. August 1948 ein Ehrenfriedhof eingeweiht. Auf dem 1800 großen Ehrenfriedhof waren bereits 31 namentlich bekannte, gefallene Sowjetsoldaten bestattet, als in den Jahren 1947 und 1948 Umbettungen der im Kreisgebiet von Wismar ums Leben gekommenen unbekannten Soldaten und Offiziere der Roten Armee in zwei Gemeinschaftsgräbern vorgenommen wurden.

Am 8. Mai 1970 wurde von Vertretern der sowjetischen Streitkräfte in der DDR eine mit russischer Erde gefüllte Artilleriegeschoßhülse überreicht und im Obelisk eingemauert. Darauf steht in russischer Sprache: Hier wird russische Erde aufbewahrt, getränkt mit dem Blut sowjetischer Kämpfer, die heldenhaft gekämpft haben bei der Befreiung des sowjetischen und deutschen Volkes vom Faschismus.

An dem aus Feldsteinen errichteten Obelisken steht in russischer Sprache eine Inschrift mit folgendem Inhalt:

Unsere Sache ist gerecht - wir haben gesiegt! Ewiger Ruhm den gefallenen Helden in den Kämpfen für die Freiheit und Unabhängigkeit unserer sowjetischen Heimat während des Großen Vaterländischen Krieges 1941-1945.

Anläßlich des 50. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus

wurde im Eingangsbereich des Ehrenfriedhofes eine Informationstafel aufgestellt:
  • Friedhof für die Gefallenen der Sowjetunion
  • Flächendenkmal
  • Begräbnisstätte für 348 im II. Weltkrieg gefallene Soldaten der Roten Armee, von denen 31 Gefallene namentlich bekannt sind
  • 1947- 1948 Umbettung aus dem Kreisgebiet
  • 1948 Errichtung des Obelisken und Einweihung des Friedhofes bis 1990 Gedenkstätte für die Sowjetische Garnison
  • 1992 Umgestaltung der Anlage
  • Die Wahrung der Würde des Ortes sei uns Lebenden Verpflichtung
    Hansestadt Wismar

Der Ehrenfriedhof und der Soldatenfriedhof sind Kriegsgräberstätten, deren Pflege und Betreuung der Hansestadt Wismar obliegt.