Hilfsnavigation
Quickmenu
Volltextsuche
Seiteninhalt

Voraussetzungen, um an Integrationskursen teilzunehmen, sind:

  • Sie haben
    • erstmals eine Aufenthaltserlaubnis
      • zu Erwerbszwecken (selbständige und unselbständige Erwerbstätigkeit),
      • zum Zweck des Familiennachzuges,
      • aus humanitären Gründen nach § 25 Abs. 1 und 2, 4a Satz 3 oder 25b AufenthG
      • als langfristig Aufenthaltsberechtigter nach § 38 AufenthG oder
    • Das BAMF hat Ihnen aufgrund einer Anordnung des Bundesinnenministeriums eine Aufnahmezusage zur Wahrung besonders gelagerter politischer Interessen der Bundesrepublik Deutschland erteilt (Niederlassungserlaubnis gemäß § 23 Abs. 2 AufenthG) oder das Bundesinnenministerium hat angeordnet, dass das BAMF Ihnen als Resettlement-Flüchtling eine Aufnahmezusage erteilt (§ 23 Abs. 4 AufenthG).
  • Sie halten sich dauerhaft in Deutschland auf.

Sie sind zur Teilnahme verpflichtet, wenn Sie die genannten Voraussetzungen erfüllen und

  • sich nicht auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen können oder
  • zum Zeitpunkt der Erteilung eines Aufenthaltstitels nach § 23 Abs. 2, § 28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 oder § 30 nicht über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügten oder
  • Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch beziehen (z.B. Arbeitslosengeld II) und die Teilnahme in einer Eingliederungsvereinbarung vorgesehen ist oder
  • in besonderer Weise integrationsbedürftig sind und die Ausländerbehörde Sie zur Teilnahme aufgefordert hat.

Achtung: Eine Verletzung der Teilnahmepflicht kann zur Ablehnung der Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis oder zur Versagung einer Niederlassungserlaubnis führen. Beziehen Sie Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch, kann es zu einer Leistungskürzung von bis zu 30 Prozent kommen. Außerdem ist die Ausländerbehörde dazu berechtigt, vorzeitig den voraussichtlichen Kostenbeitrag zum Kurs von Ihnen zu erheben.

§ 44 Abs. 3 AufenthG benennt Fälle, in denen kein Teilnahmeanspruch besteht.