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Die andere Sella Hasse - Gemälde und Aquarelle

15. Oktober 2003 bis 28. März 2004

Mit dem Namen der Malerin und Graphikerin Sella Hasse (1878-1963) verbinden Kunstinteressierte heute vor allem expressive Graphiken aus der Welt der Arbeit.

Ein fast unbeachteter Teil des künstlerischen Schaffens von Sella Hasse war im Stadtgeschichtlichen Museum zu entdecken: Impressionistische Arbeiten von überraschender Leichtigkeit, eindrucksvolle Porträts und symbolische Darstellungen. Eine Reihe dieser Arbeiten wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Ausstellungen der Berliner Secession, der wichtigsten Künstlervereinigung der Moderne unter der Präsidentschaft von Max Liebermann und Lovis Corinth, ausgestellt und gerieten danach in Vergessenheit.
Zwei Jahrzehnte, von 1910 bis 1930, lebte Sella Hasse in Wismar und blieb auch nach ihrer Übersiedlung nach Berlin mit der Hafenstadt verbunden. Nach ihrem Tod wurde sie auf eigenen Wunsch auf dem Wismarer Friedhof beigesetzt.
Große Teile ihres künstlerischen Nachlasses befinden sich inzwischen im Stadtgeschichtlichen Museum. Dazu gehört auch ein Bestand von über 300 farbigen Arbeiten, wie Ölbilder, Aquarelle, Temperabilder und Collagen, die bisher noch nie als zusammenhängender Werkkomplex zu sehen waren. Diese Lücke schloss das Stadtgeschichtliche Museum mit der Ausstellung "Die andere Sella Hasse".  Viele der rund 100 für die Ausstellung ausgewählten Werke waren erstmalig zu sehen und haben das bestehende Bild der Künstlerin sicher verändert.
Neben den künstlerischen Werken befinden sich auch viele Dinge aus Sella Hasses Privatbesitz inzwischen im Museum. Dazu gehören Teile ihres Mobiliars, Fotoalben und ein umfangreicher Bestand ihrer Korrespondenz aus den Jahren 1903 bis 1963. Diese Unterlagen gaben wertvolle Hinweise auf die Biographie und Werke Sella Hasses, die in die Ausstellung eingeflossen sind. Eine Bildschirmpräsentation ermöglichte dem Besucher einen Einblick in diese Archivalien.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog, der in der Beguinenstraße 4 bei der Museumsverwaltung zu erwerben ist.