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Carl Canow - von der entschiedenen Neigung zur Malerei

8. Oktober 2004 bis 6. März 2005

So vollständig wie nie zuvor zeigte die Ausstellung "Carl Canow - Von der entschiedenen Neigung zur Malerei" mit mehr als 80 Werken die Bandbreite des Wismarer Malers Carl Canow.

Ungefähr die Hälfte der ausgestellten Werke stammten aus dem Bestand des Stadtgeschichtlichen Museums, die anderen Werke stellten das Staatliche Museum Schwerin, die Stiftung Mecklenburg, das Kulturhistorische Museum Rostock sowie Privatleihgeber zur Verfügung.

Vor allem Porträts des Wismarer Bürgertums und des Landadels der Umgebung prägten Canows Ruf. Dass er 1814 als Sohn eines Schustermeisters in Wismar geboren wurde, mit Unterstützung Wismarer Bürger zeitweise an der Berliner Akademie studierte, eine Vielzahl von Porträts Wismarer Bürger malte, sich schließlich 1870 in geistiger Umnachtung umbrachte und auf dem Wismarer Friedhof beerdigt wurde, gehört zu den bekannten Eckpfeilern in der Biographie Carl Canows.

Doch zwischen den Polen "arm geboren" und "geisteskrank gestorben" entfaltete sich ein reiches Künstlerleben, das sich in der Herstellung von Auftragsporträts längst nicht erschöpfte. Insbesondere mit seinen Genrebildern nahm Carl Canow am nationalen Kunstleben des 19. Jahrhunderts teil.

Mit Unterstützung verschiedener Kunstvereine in Deutschland und der Schweiz bot Canow seine Genrebilder auf dem freien Kunstmarkt an und verkaufte sie auf Ausstellungen zwischen Tilsit und Stuttgart sowie nach Schweden. Obgleich er bis auf seine kurze Studienzeit in Berlin stets in Wismar ansässig war, reichte sein Radius durch diese Teilnahme am überregionalen Kunstmarkt weit über seine Heimatstadt hinaus.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog, der in der Beguinenstraße 4 bei der Museumsverwaltung zu erwerben ist.