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Verhext und verwünscht – sagenhaftes Wismar

4. Februar bis 27. August 2006

Es ist noch nicht einmal 100 Jahre her, da wurden in Wismar noch zahlreiche Legenden und Sagen erzählt: von Rittern und Zwergen, Drachen und Hexen, verzauberten Prinzessinnen und verwünschten Bauern. Wie reine Fantasiegeschichten erscheinen uns heute diese Erzählungen. Doch im Unterschied zum Märchen nehmen Sagen oft in Anspruch, von tatsächlich Geschehenem zu berichten. So sind auch in den Wismarer Sagen historische Hintergründe sowie zeitlose Ängste und Sorgen der Menschen in der Stadt und ihrer Umgebung zu entdecken. In dieses sagenhafte Wismar führte die Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum.

Da einige der Sagen in der slawischen Zeit Mecklenburgs, im mittelalterlichen oder schwedischen Wismar spielen, wurden die beliebten Wismarer Sagenbilder in der Ausstellung mit Exponaten unterschiedlichster Zeiten kombiniert: Von Schaustücken der Ur- und Frühgeschichte sowie historischen Waffen und Haushaltsgeräten bis zum jüngsten Trommlerlied aus dem Jahr 2003.

Zur Vorbereitung der Ausstellung haben die Museumsmitarbeiter auf den Spuren des mecklenburgischen Volkskundlers Richard Wossidlo in der Universität Rostock nach den Ursprüngen der Sagen geforscht. Sie sind den alten Geschichten um besondere Menschen und Orte nachgegangen. Die Ergebnisse dieser Forschungen und neue Erkenntnisse zum Leben und Werk des Malers Viktor Bogo-Jawlensky sind in die Ausstellung ebenso eingeflossen wie in den Ausstellungskatalog.

Zur Ausstellung bot das Museum in Kooperation mit der Internationalen Jugendbauhütte ein museumspädagogisches Programm mit altersgerechten Erläuterungen an. Mit Malbögen und Sagenpuzzle konnten die jungen Besucher auch selbst tätig werden. Eine Sagenrallye führte an mystische Orte der Stadt.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog, der in der Beguinenstraße 4 bei der Museumsverwaltung zu erwerben ist.