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Bei einer

  • beruflichen Erstausbildung,
  • berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (einschließlich Grundausbildung) oder
  • im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen

erhalten behinderte Menschen, die kein Übergangsgeld beanspruchen können, in der Regel von der Agentur für Arbeit ein Ausbildungsgeld.

Die Höhe des Ausbildungsgeldes hängt von zwei Faktoren ab:

  • Bedarfssatz des Ausbildungsgeldes
  • anzurechnendes Einkommen (wenn es sich um eine berufliche Ausbildung handelt)

Wie bei der Berufsausbildungsbeihilfe sind auch beim Ausbildungsgeld für die Lebenshaltungskosten, die während der Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme entstehen, bestimmte Pauschbeträge (am Bedarf orientiert) festgesetzt. Es werden also nicht die individuell anfallenden Kosten übernommen (z.B. für Miete, Kleidung oder Lebensmittel).

Die Höhe des Bedarfs richtet sich nach

  • der Maßnahme, an der Sie teilnehmen (berufliche Ausbildung, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme oder Grundausbildung oder Leistungen im Eingangsverfahren beziehungsweise Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen),
  • der Art der Unterbringung während der Maßnahme und
  • Ihrem Alter und Ihrem Familienstand.

Das Ausbildungsgeld beträgt zurzeit beispielsweise bei Unterbringung im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils monatlich 310 Euro, wenn der behinderte Mensch unverheiratet ist oder keine Lebenspartnerschaft führt und das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Ein geringeres Ausbildungsgeld wird bei Unterbringung von behinderten Menschen außerhalb des elterlichen Haushalts gezahlt, wenn für Unterkunft und Verpflegung Leistungen gewährt oder diese im Rahmen der Maßnahmekosten übernommen werden (z.B. in einem Berufsbildungswerk). Außerdem werden sonstige notwendige Kosten übernommen (z.B. für Lernmittel, Arbeitskleidung, Unterrichts- und Lehrgangsgebühren, Fahrtkosten einschließlich für Begleitpersonen, Unterkunft und Verpflegung sowie für Maßnahmen in Reha-Einrichtungen bzw. zur Ausbildung Beschäftigte die Sozialversicherung).