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Leistung zur Sicherstellung des Lebensunterhaltes / Hilfe zum Lebensunterhalt

Sofern Ihr verfügbares Familieneinkommen für den notwendigen Lebensunterhalt nicht ausreicht und auch kein verwertbares Vermögen einzusetzen ist, kann Ihnen neben der besonderen Leistung "Hilfe bei Schwangerschaft und Mutterschaft" auch eine Leistung zur Sicherstellung des Lebensunterhaltes nach SGB II oder eine Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB XII zustehen.

Auch diese Leistungen werden durch die oben genannten örtlich zuständigen Stellen (Jobcenter bzw. Sozialämter) gewährt.

Voraussetzungen:

Die wirtschaftlichen Anspruchsvoraussetzungen für Leistungen nach SGB II beziehungsweise SGB XII sind im Wesentlichen gleich.

Für die Ermittlung des Bedarfs ist grundsätzlich das gesamte Familieneinkommen anzurechnen (zum Beispiel Arbeitseinkommen unter Berücksichtigung der gesetzlich vorgeschriebenen Absetzungsbeträge, Arbeitslosengeld, Kindergeld, Unterhalt). Bundes- und Landeserziehungsgeld wird nicht angerechnet, Elterngeld nur zum Teil. Bestimmte Vermögenswerte (zum Beispiel kleinere Barbeträge oder ein angemessenes Hausgrundstück) gelten als Schonvermögen, das zur Berechnung der Leistungen nicht eingerechnet wird.

Wenn Sie schwanger sind oder Ihr Kind bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres betreuen, bleibt auch eventuell vorhandenes Einkommen und Vermögen der Eltern unberücksichtigt. Soweit das anrechenbare Einkommen geringer ist als der festgestellte Bedarf, wird die Differenz im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende - Arbeitslosengeld II (SGB II) - beziehungsweise der Sozialhilfe (SGB XII) übernommen.

Laufender Bedarf:

Der laufende Bedarf setzt sich zusammen aus:

- Regelbedarfen nach dem SGB II bzw. SGB XII für Sie und alle Familienangehörigen, die mit Ihnen zusammenleben.
Von diesem pauschalisierten Betrag müssen alle Ausgaben für den täglichen Bedarf bestritten werden (zum Beispiel Nahrung, Körperpflege, Strom).

- Unterkunftskosten (angemessene Miete einschließlich Nebenkosten) sowie Heizung und Warmwasser

- Mehrbedarfszuschläge (zum Beispiel bei Schwangerschaft oder bei Alleinerziehung).
Werdende Mütter nach der 12. Schwangerschaftswoche, die Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe beziehen, erhalten einen Mehrbedarf von 17 Prozent der Regelleistung/des Regelsatzes. Einen Mehrbedarf wegen Alleinerziehung erhalten Personen, die mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern zusammenleben und allein für deren Pflege und Erziehung sorgen (in Abhängigkeit von Alter und Zahl der Kinder).

Weitere Leistungen können zum Beispiel sein:

- einmalige Leistungen, die nicht vom Regelbedarf erfass sind:

  •  Erstausstattungen für die Wohnung (einschließlich Haushaltsgeräten),
  •  Erstausstattung für Bekleidung; Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt,
  •  Leistungen für Bildung und Teilhabe.

Erhalten Sie als Schwangere keine (ausreichenden) gesetzlichen Leistungen, können Sie sich auch an die "Bundesstiftung Mutter und Kind" wenden.

Hinweis: Die finanzielle Unterstützung ist eine freiwillige Leistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Die Höhe der Unterstützung fällt je nach individueller Notlage aus. Diese Leistungen zählen nicht als Einkommen.