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Die Vormundschaft ist grundsätzlich ein Ehrenamt; eine Vergütung erfolgt nicht.

Ehrenamtlich tätigen Vermündern steht aber ein Anspruch auf Ersatz ihrer Aufwendungen zu.

Der Vormund und der Gegenvormund haben gegen den Mündel einen Anspruch auf Ersatz der Aufwendungen, die zum Zwecke der Vormundschaft anfallen. Hat der Vormund die Vermögenssorge, kann er selbst dem verwalteten Vermögen den Betrag der Aufwendungen entnehmen. Ansonsten bedarf es einer gerichtlichen Festsetzung.

Ist der Mündel mittellos, richtet sich der Anspruch gegen die Staatskasse.

Aufwendungen können beispielsweise sein:

  • Fahrtkosten
  • Kosten einer angemessenen Versicherung (gegen Schäden, die dem Mündel durch den Vormund oder Gegenvormund zugefügt werden können oder die dem Vormund oder Gegenvormund dadurch entstehen können, dass er einem Dritten zum Ersatz eines durch die Führung der Vormundschaft verursachten Schadens verpflichtet ist)
  • Kosten des Lebensunterhaltes und der Erziehung des Mündels (soweit der Mündel im Haushalt des Vormundes lebt)

Hinweis: Für ehrenamtlich tätige Vormünder hat das Land Mecklenburg-Vorpommern eine Sammelhaftpflichtversicherung abgeschlossen. Näheres über diese Versicherung erfahren Sie beim Familiengericht.

Will der Vormund die Aufwendungen nicht einzeln abrechnen, kann er stattdessen (soweit er nicht Berufsvormund ist) pauschal 399 Euro jährlich als Aufwandsentschädigung geltend machen. Diese wird jedes Jahr - erstmals ein Jahr nach Bestellung des Vormunds - gezahlt. Dem Jugendamt oder einem Verein wird keine Aufwandsentschädigung gewährt.