Hilfsnavigation
Quickmenu
Volltextsuche
Seiteninhalt

Zu Probe- oder Überführungsfahrten darf ein ansonsten nicht zugelassenes Fahrzeug während der Gültigkeit des Kurzzeitkennzeichens in Betrieb gesetzt werden, wenn es einem genehmigten Typ entspricht oder eine Einzelgenehmigung erteilt ist, eine dem Pflichtversicherungsgesetz entsprechende Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung besteht und es ein Kurzzeitkennzeichen führt, das ihm die Zulassungsbehörde zugeteilt hat.

Das Kurzzeitkennzeichen besteht aus einem Unterscheidungszeichen und einer Erkennungsnummer, deren Ziffernfolge mit "03" oder "04" beginnt. Das Kurzzeitkennzeichen gilt längstens für fünf Tage ab seiner Zuteilung, was auf dem Kennzeichenschild besonders vermerkt ist. Eine Zuteilung, bei der der Beginn der Geltungsdauer in der Zukunft liegt, ist nicht möglich. Weder vom Antragsteller noch von einer anderen Person darf das Kurzzeitkennzeichen zur Nutzung an einem anderen Fahrzeug verwendet werden. Auch darf der Halter die Inbetriebnahme des Fahrzeugs nicht anordnen oder zulassen.

Ohne Nachweis der erfolgreich durchgeführten Hauptuntersuchung/Sicherheitsprüfung dürfen nur Fahrten zur nächstgelegenen Untersuchungsstelle im Zulassungsbezirk und zurück durchgeführt werden. Wird dem Fahrzeug keine Mängelfreiheit bescheinigt, dürfen abweichend auch Fahrten zur unmittelbaren Reparatur festgestellter erheblicher oder geringer Mängel in einer nächstgelegenen geeigneten Einrichtung im Zulassungsbezirk oder einem angrenzenden Bezirk und zurück durchgeführt werden. Dies gilt nicht für Fahrzeuge, die bei der Überprüfung als verkehrsunsicher eingestuft wurden.

Im Fall der fehlenden Betriebserlaubnis (mangels Typ- oder Einzelgenehmigung) dürfen nur Fahrten im Zusammenhang mit der Erlangung einer neuen Betriebserlaubnis zur nächstgelegenen Begutachtungsstelle im Zulassungsbezirk oder einem angrenzenden Bezirk durchgeführt werden.

Die nach dem Wohnort bzw. nach dem Betriebssitz örtlich zuständige oder die für den Standort des Fahrzeugs zuständige Zulassungsbehörde teilt bei Erfüllen der Voraussetzungen für Probe- oder Überführungsfahrten einem ansonsten nicht zugelassenen Fahrzeug ein Kurzzeitkennzeichen zu und fertigt einen auf den Antragsteller ausgestellten Fahrzeugschein für Fahrzeuge mit Kurzzeitkennzeichen aus.