Hilfsnavigation
Quickmenu
Volltextsuche
Seiteninhalt

Persönliche Voraussetzungen für den Anspruch auf Ausbildungsförderung sind grundsätzlich:

  • Staatsangehörigkeit
  • Eignung
  • Höchstalter
  • Bedürftigkeit.

Ausbildungsförderung wird zunächst deutschen Staatsangehörigen geleistet. Daneben erhalten bestimmte ausländische Studierende Förderung, wenn z.B. ein Elternteil beziehungsweise der Ehegatte Deutscher oder der Studierende Asylberechtigter, aufgenommener Flüchtling oder Heimatloser ist. Des Weiteren sind auch Studierende aus EU-Mitgliedstaaten mit inländischem Wohnsitz in den Förderungsbereich des BAföG einbezogen. Anderen Ausländern wird im Regelfall Ausbildungsförderung geleistet, wenn sie oder zumindest ein Elternteil vor Beginn der Ausbildung fünf beziehungsweise drei Jahre in Deutschland erwerbstätig waren.

Die Ausbildung wird gefördert, wenn die Leistungen des Studierenden erwarten lassen, dass er das angestrebte Ausbildungsziel erreicht. Dies wird im Allgemeinen angenommen, solange der Studierende die Hochschule besucht oder am Praktikum teilnimmt. Bei Studierenden an Akademien oder Hochschulen ist es erforderlich, dass sie mit Beginn des fünften Fachsemesters Eignungsnachweise vorlegen. Schreiben Ausbildungs- und Prüfungsordnungen Zwischenprüfungen vor dem dritten Semester vor, ist die Förderung auch im dritten und vierten Semester von der Vorlage entsprechender Nachweise abhängig.

Studierende können grundsätzlich nur gefördert werden, wenn sie die Ausbildung, für die sie die Förderung beantragen, vor Vollendung des 30. Lebensjahres beginnen. Wer nach Vollendung des 30. Lebensjahres das Studium beginnt, erhält nur in Ausnahmefällen, wie z.B. Krankheit, Behinderung oder Kindererziehung, Ausbildungsförderung. Für den Beginn von Masterstudiengängen gilt das 35. Lebensjahr als Altersgrenze.

Ob ein Studierender, der die persönlichen Förderungsvoraussetzungen erfüllt, BAföG erhält, hängt davon ab, ob seine finanziellen Mittel und die seines Ehegatten, seines eingetragenen Lebenspartners und seiner Eltern reichen, um seinen Ausbildungsbedarf zu decken.

Maßgeblich sind nicht die bei einem Studierenden tatsächlich und individuell anfallenden Kosten (konkreter Bedarf), die aufgrund der großen Anzahl der Antragsteller nicht für jeden Einzelnen ermittelt werden können, sondern der (abstrakte) Bedarf. Unter Bedarf versteht das BAföG danach die Geldsumme, die ein Studierender typischerweise für seinen Lebensunterhalt (z.B. Ernährung, Unterkunft, Bekleidung) und seine Ausbildung (z.B. Lehrbücher, Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte) benötigt.

Als Grundbedarf sind im BAföG Pauschalbeträge vorgesehen. Diese betragen derzeit maximal:

  • bei der Unterbringung bei den Eltern: 422 Euro pro Monat
  • bei der Unterbringung außerhalb des Elternhauses: 597 Euro pro Monat

Hinzu können bei eigener Kranken- und Pflegeversicherung weitere 73 Euro geleistet werden.

Eine elternunabhängige Förderung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. mehrjährige Ausübung eines Berufs) möglich. Einzelheiten erfahren Sie von der zuständigen Stelle.