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Sie können den Erbschein formlos bei dem Nachlassgericht beantragen. Der Antrag muss enthalten:

  • Ihren Namen
  • Ihre Anschrift
  • Ihr Geburtsdatum
  • Todestag des Erblassers
  • Mitteilung, ob ein Erbrechtstreit über den Nachlass anhängig ist
  • Personen, durch die Ihr Erbrecht ausgeschlossen oder geschmälert wäre, die aber zwischenzeitlich durch Tod, Ausschlagung, Erbverzicht oder Erbunwürdigkeit weggefallen sind - mit der Angabe, in welcher Weise die Person weggefallen ist

Als gesetzlicher Erbe müssen Sie außerdem folgende Angaben machen:

  • Verwandtschaftsverhältnis (z.B. Verwandtschaftsgrad) zum Erblasser
  • Höhe Ihres Erbanteils
  • ob und welche Personen vorhanden sind, die Ihr Erbrecht ausschließen oder schmälern könnten
  • ob Verfügungen von Todes wegen des Erblassers vorhanden sind

Sind Sie durch eine gewillkürte Erbfolge bedacht geworden, müssen Sie alle vorhandenen Verfügungen von Todes wegen angeben und die Verfügung, die Ihre Erbenstellung begründet, bezeichnen und vorlegen.

Im Antrag müssen Sie den Erbanspruch genau bezeichnen. Sind mehrere Erben berufen, kann jeder der Erben einen Antrag auf einen gemeinschaftlichen Erbschein stellen. Ein Miterbe einer Miterbengemeinschaft kann jedoch auch einen Teilerbschein für sich allein beantragen. Wegen der weiteren Einzelheiten und Formalien wenden Sie sich am besten an das in Ihrem Fall zuständige Nachlassgericht.

Sie können sich bei der Antragstellung vertreten lassen. Ihr Vertreter benötigt eine entsprechende Vollmacht.

Hinweis: Der Antragsteller muss zusätzlich zur Antragstellung die Richtigkeit bestimmter Angaben durch öffentliche Urkunden nachweisen und in der Regel an Eides statt versichern, dass ihm nichts bekannt ist, was der Richtigkeit seiner Angaben entgegensteht. Die Versicherung an Eides statt kann vor Gericht oder vor einem Notar abgegeben werden.