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Wenn kein zur Auseinandersetzung der Erbschaft berechtigter Testamentsvollstrecker vorhanden ist und es nur um die Auseinandersetzung mehrerer Miterben geht, kann sich eine Erbengemeinschaft an einen örtlich zuständigen Notar wenden. Bei mehreren Erben hat der Notar auf Antrag die Auseinandersetzung des Nachlasses zwischen den Beteiligten zu vermitteln (Vermittlungsverfahren). Seit dem 1. September 2013 sind die Notare anstelle der Nachlassgerichte für das Vermittlungsverfahren sachlich zuständig.

Hinweise: Der Notar hat im Vermittlungsverfahren vermittelnde und beurkundende Aufgaben; eine Einigung erzwingen kann er nicht. Streitige Rechtsfragen dürfen daher nicht offen sein; diese sind im Prozess (Erbteilungsklage) zu klären. Eine Auseinandersetzung ist ferner z. B. dann nicht möglich, wenn der Erblasser im Testament die Teilung des Nachlasses insgesamt oder für einzelne Nachlassgegenstände ausgeschlossen hat. Zudem kann der Erblasser durch letztwillige Verfügung Anordnungen für die Auseinandersetzung treffen.