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Kinder aus Familien, die leistungsberechtigt nach dem SGB II sind (z.B. Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II erhalten), Sozialhilfe, den Kinderzuschlag, Leistungen nach § 2 oder § 3 i.V.m. § 6 des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) oder Wohngeld erhalten, profitieren vom Bildungs- und Teilhabepaket. Während nach dem SGB II oder dem SGB XII die Kinder direkt anspruchsberechtigt sind, steht der Anspruch nach dem Bundeskindergeldgesetz den Kindergeldberechtigten, also in der Regel den Eltern für ihr Kind zu.

Das Bildungspaket beinhaltet:

  • Mittagessen in Kindertageseinrichtung und Schule: Einen Zuschuss für das gemeinsame Mittagessen gibt es dann, wenn Schule oder Kindertageseinrichtung ein entsprechendes Angebot bereithalten. Für Schülerinnen und Schüler gilt dies unter der Voraussetzung, dass die Mittagsverpflegung in schulischer Verantwortung angeboten wird. Der verbleibende Eigenanteil für das Kind liegt bei einem Euro pro Tag.
  • Lernförderung: Bedürftige Schülerinnen und Schüler können eine ergänzende angemessene Lernförderung in Anspruch nehmen, wenn nur dadurch die wesentlichen Lernziele erreicht werden können. Voraussetzung ist, dass die Schule den Bedarf bestätigt und keine vergleichbaren schulischen Angebote bestehen.
  • Kultur, Sport, Mitmachen: Bedürftige Kinder sollen in der Freizeit nicht ausgeschlossen sein, sondern bei Sport, Spiel und Kultur mitmachen können. Deswegen wird bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres monatlich ein Budget in Höhe von 10 Euro bereitgestellt, das zum Beispiel für eine Mitgliedschaft im Sportverein oder für die Musikschule eingesetzt werden kann. Es können auch weitere tatsächliche Aufwendungen, wie Ausrüstungsgegenstände, berücksichtigt werden, wenn sie im Zusammenhang mit der Teilnahme an Aktivitäten im sozialen und kulturellen Leben entstehen und es den Leistungsberechtigten im begründeten Ausnahmefall nicht zugemutet werden kann, diese aus dem Regelbedarf zu bestreiten.
  • Schulbedarf und Ausflüge: Damit bedürftige Kinder mit den nötigen Lernmaterialien ausgestattet sind, wird den Familien zwei Mal jährlich ein Zuschuss gezahlt, zu Beginn des Schuljahres 70 Euro und im Februar 30 Euro - insgesamt 100 Euro. Zudem werden die Kosten eintägiger Ausflüge in Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie mehrtägige Klassenfahrten finanziert.
  • Schülerbeförderung: Insbesondere wer eine weiterführende Schule besucht, hat oft einen weiten Schulweg. Sind die Beförderungskosten erforderlich und werden sie nicht anderweitig abgedeckt, etwa durch den Regelbedarf, werden die tatsächlichen Aufwendungen erstattet. Sollte die Schülerbeförderung nicht nur ausschließlich den Weg zur Schule abdecken, gilt als zumutbare Eigenleistung in der Regel ein Betrag in Höhe von 5 Euro monatlich.