Hilfsnavigation
Quickmenu
Volltextsuche
Seiteninhalt

Im vollständigen (herkömmlichen) Baugenehmigungsverfahren wird ein Bauvorhaben auf seine Übereinstimmung mit allen baurechtlichen Anforderungen geprüft. Zudem werden andere öffentlich-rechtliche Anforderungen geprüft, wenn die Baugenehmigung eine andere Entscheidung ersetzt oder diese andere Entscheidung wegen der Baugenehmigung entfällt (z.B. Denkmalschutzrecht, wenn beispielsweise in der Nähe eines Denkmals gebaut wird, die dafür aber an sich erforderliche denkmalrechtliche Genehmigung wegen der Baugenehmigung entfällt).

Die Baugenehmigung ist zu erteilen, wenn das Bauvorhaben den im Baugenehmigungsverfahren zu prüfenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht. Abweichungen von an sich einzuhaltenden Vorschriften können im Einzelfall durch die untere Bauaufsichtsbehörde zugelassen werden, wenn sie unter Berücksichtigung des Zwecks der jeweiligen Anforderung und unter Würdigung der öffentlich-rechtlich geschützten (nachbarlichen) Belange vereinbar sind. Hierfür ist grundsätzlich ein schriftlicher Antrag erforderlich.

Sollten Fragen bezüglich der Zulässigkeit Ihres Bauvorhabens bestehen, kann es zweckmäßig sein, vor dem Baugenehmigungsverfahren zunächst eine Bauvoranfrage zu stellen. Häufig geht es dabei um die Zulässigkeit der Bebauung (zu einem bestimmten Nutzungszweck) eines Grundstücks überhaupt. Durch den von der unteren Bauaufsichtsbehörde zu erteilenden Bauvorbescheid wird vorab zu einzelnen das Bauvorhaben betreffenden Fragen verbindlich entschieden.