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Ausstellung im Baumhaus

Am Freitag, dem 6. Januar 2017 um 19.30 Uhr ist die Eröffnung der Ausstellung von den Künstlern Javkhlan Ariunbold, Verena Gründel, Jürgen Kottsieper, Jörg Kratz.

Radierungen haben eine lange Tradition:
„Die Erfindung, die Behandlung des Stiches, die Originalität oder die Nichtoriginalität, die Schönheit des Abdruckes, die Seltenheit ...“
(Adam Bartsch, Anleitung zur Kupferstichkunde, Wien 1821, S. 48)

Im Geist der seit der Renaissance verlegten Traktate, die dem Gutachter Kriterien zur Beurteilung künstlerischer Qualität und Originalität an die Hand geben und die dem Kunstschaffenden das Nachschlagen ermöglichen, ob welcher von ihm eingehaltenen Richtlinien sein Werk ewig sei oder vergessen werde – kurz: ein Regelwerk zur Überprüfung und Bildung von Geschmack und künstlerischer Zeitgenossenschaft – in diesem Geist also stellt Adam Bartschs ‚Anleitung zur Kupferstichkunde’ von 1821 dem Laien die mannigfaltigen Kompliziertheiten des Stechens in Kupfer vor, auf dass ein jeder selbst urteilen möge.

Dem Anspruch, dass die Lektüre von Fachliteratur zum Thema zwar aufschlussreich, aber nicht unvermeidbar ist und es damit keineswegs allein dem Liebhaber vorbehalten sei, die zeitgemäße Wirkmacht gestochener oder radierter Blätter wertzuschätzen, stellen sich vier Künstler, in deren Werken das Repertoire der Radiertechniken wesentliches Mittel zur Generierung von Bildwelten ist.

Aus einem Mangel an Historizität entwächst die Freiheit zu lakonischem, jedoch nie ganz unernstem Flanieren in den Geschichten der Kunst – auch in ihren druckgrafischen Haupt- und Nebenwegen.

Immer sind es die konkrete Anschauung und ihre Reflexion, die dem Gezeigten seine Dringlichkeit verleihen. Und eben hierin wird die Treffsicherheit des Mediums zur Disposition gestellt.

Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt bis zum 29. Januar 2017 täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

20.12.2016 
Quelle: SG Kulturprojekte und Vertragsmanagement