Hilfsnavigation
Quickmenu
Volltextsuche
Seiteninhalt


Die Vorbereitungen für den Winterdienst beim EVB beginnen bereits im April mit der Verpflichtung von Unternehmen für die Streugutlieferung.

Insgesamt ist der EVB mit 570 t Salz und 112 t Split gestartet. Bei Bedarf kann kurzfristig, innerhalb von 2 Tagen nachgeordnet werden.

Für den Einsatz stehen 54 operative Mitarbeiter in 3 Gruppen zur Verfügung. Diese kümmern sich rund um die Uhr um die Verkehrssicherheit auf ca. 550 km Straßen und Wegenetz, über 140 Bushaltestellen, über 30 Fußgängerquerungen, Parkplätzen und Treppen. Eingeteilt werden die Mitarbeiter in Frühschichten, Spätschichten und Wochenendschichten, welche sie zusätzlich zu ihren normalen Arbeitsaufgaben als Müllmänner, Papierkorbentleeren, Elektriker, Kollegen auf dem Abfallwirtschaftshof, Schlosser, Straßenunterhalter und Mitarbeiter auf der Kläranlage bedienen. Die Schichten beginnen in der Woche um 3:00 Uhr und enden um ca. 22:00 Uhr. Regulär ist allerdings in der Woche zusätzlich eine Nachtschicht unterwegs. Am Wochenende wird ebenfalls rund um die Uhr abgesichert.

Den Einsatz leiten abwechselnd 7 Einsatzleiter, unterstützt durch 5 Fahrzeugmechaniker. 

Insgesamt sind pro Einsatz 8 Fahrzeuge unterwegs, welche das Straßen- und Wegenetz, unterteilt in 21 Einsatztouren, abarbeiten. Dies geschieht nach einer Prioritätenliste, wobei die Hauptstraßen und der Stadtring in der höchsten Stufe A und kleine Nebenstraßen in der niedrigsten Stufe C eingeteilt sind. Die Bearbeitung der Gehwege und Gehwegteile reiht sich entsprechend den Kapazitäten ein.

Bei einem klassischen Wetterereignis setzt der Winterdienst mit Kontrollfahrten ein, wenn der Schneefall beginnt oder/und es vorausgesagt ist, dass die Temperaturen in die Nähe des Nullpunktes fallen könnten. Stellt dieser Kontrolleur dann fest, dass bei weiterem Schneefall die Verkehrssicherheit gefährdet ist, wird durch den Einsatzleiter der Einsatz ausgelöst und der Prioritätenplan greift.

Ein Kompletteinsatz kann also durchaus bis zu 10 Stunden dauern. Sollte es allerdings weiter schneien, gibt es keine zeitliche Begrenzung. In diesem Fall wird immerwieder von vorne angefangen, um die wichtigsten Verbindungswege freizuhalen. Alle anderen Straßen und Zuwegungen müssen dann nachrangig behandelt werden.

Zusätzlich zu den Räum- und Streuplänen betreut der EVB Schneezäune für besonders prekäre Straßenabschnitte und 37 Streugutkisten, welche zur Selbstentnahme von abstumpfenden Streumitteln an Straßenkreuzungen, Steigungen, an Treppenanlagen und Rampen zur Verfügung stehen. Diese Selbstentnahme ist allerdings nur für Notfälle an eben diesen Stellen gedacht.

Der Einsatz diese Woche:
Am 07.11.2016 fiel die Temperatur von +3,8°C (12 Uhr mittags) auf +1,8°C (18 Uhr abends). Der Straßenzustand stellte sich als sicher dar. Die Einsatzleiterin begann trotzdem am 08.11.2016 um 02:30 Uhr morgens eine Kontrollfahrt, welche um 6:30 Uhr endete. Ab dann übernahm die Tagschicht und die Kontrollfahrten wurden bis um 11:00 Uhr fortgeführt. Aufgrund des zunehmenden Schneefalls wurde dann der Einsatz ausgelöst, welcher um 11:30 Uhr begann. Insgesamt fuhren 6 Fahrzeuge vom EVB-Betriebshof. Der Einsatz dauert, mit wechselnder Intensität bis jetzt an. Momentan werden alle gemeldeten und festgestellten Problemfälle, so gut es geht, nachgearbeitet. 8 Fahrzeuge sind aktuell durch diesen Einsatz unterwegs. Schätzungsweise sind in diesem Einsatz schon 2.500 km gefahren und 70 t Streumittel verbraucht worden.

Der EVB bittet darum, dass sich Autofahrer den Verkehrsverhältnissen anpassen und auf eine angemessene Bereifung achten.

Die Räumpflicht der Anlieger ist ein ganz wichtiges Thema, damit viele Passanten sicher den Gehweg benutzen können. Der EVB bittet, den Schnee von eigenen Gehweg und von der privaten Zufahrt nicht auf die Straße fegen. Dies schafft eine akute Gefahrenquelle und ist sehr gefährlich für die Autofahrer.





10.11.2016 
Quelle: Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb