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Arbeitshilfen für behinderte Menschen

Allgemeine Informationen

Technische Arbeitshilfen für behinderte Menschen sollen vorhandene Fähigkeiten fördern, Restfähigkeiten nutzen, unterstützen und gleichzeitig schützen, aber auch ausgefallene Fähigkeiten zumindest teilweise ersetzen. Ziel ihres Einsatzes ist es,

  • bei bestimmten Behinderungen die Arbeitstätigkeit überhaupt erst zu ermöglichen,
  • die Arbeitsausführung zu erleichtern, das heißt Arbeitsbelastungen zu verringern und
  • die Arbeitssicherheit zu gewährleisten.

Technische Arbeitshilfen sind zum Beispiel

  • orthopädische Sicherheitsschuhe, spezielle Hör- und Sehhilfen)
  • mobile technische Arbeitshilfen (zum Beispiel Sitzhilfen, Hebevorrichtungen)

die als Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen gewährt werden können, wenn diese spezielle, für sie entwickelte Hilfsmittel am Ausbildungs- oder Arbeitsplatz benötigen, um eine dauerhafte Eingliederung zu erreichen und zu sichern.

Rechtsgrundlagen

§§ 33, 34 und 102 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX)

§ 19 Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV)

Erforderliche Unterlagen

Es ist ein Antrag beim zuständigen Rehabilitationsträger, bei Nichtzuständigkeit eines Rehabilitationsträgers beim Integrationsamt zu stellen.

Kosten

Für die eigentliche Bewilligung der Leistung fallen keine Kosten an. Im Einzelfall ist ein Eigenanteil an der erbrachten Leistung zu erbringen.

Formulare

Antragsformulare sind beim zuständigen Rehabilitationsträger erhältlich.

Hinweise

Die Förderung von technischen Hilfsmitteln kommt nicht in Betracht, wenn hierfür von vorneherein eine Verpflichtung des Arbeitgebers besteht (beispielsweise bezüglich einer Bildschirmarbeitsbrille oder ergonomischen Arbeitsplatzausstattung).

Ansprechpunkt

der zuständige Rehabilitationsträger bzw. das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern – Integrationsamt

finanzielle Leistungen (Zuschüsse und Darlehen)

Voraussetzungen

Hilfen zur Berufsausübung bzw. technischen Arbeitshilfen müssen wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen erforderlich sein und dabei die Folgeerscheinungen einer Behinderung ausschließlich für die Verrichtung bestimmter beruflicher Tätigkeiten oder die Durchführung anderer Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ausgleichen. Es genügt nicht, dass eine Beeinträchtigung lediglich in medizinischer Hinsicht beseitigt oder gemindert wird.

Zuständig

Fachdienst Soziales
Dr.-Leber-Straße 2a
23966 Wismar
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Telefon: 03841 3040-5000
www.nordwest­mecklenburg.de