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Wismar – Backstein, Gotisches Viertel und seine Kirchen




Der Aufschwung im Zeichen der Hanse bescherte Wismar eine wohlhabende Bürgerschaft, die ihre gesellschaftliche und politische Bedeutung mit prächtigen Bauwerken zeigen wollte.

St. Georgen


Die größte Stadtkirche - St. Georgen kündet vom Selbstbewusstsein einer Stadt - und das noch heute. Seit Kriegsende ragte St. Georgen als Ruine gen Himmel, doch seit 1990 wird die Kirche wiederaufgebaut, unterstützt durch Spenden zahlreicher Menschen im ganzen Land und die Initiative „Wege zur Backsteingotik" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Und schon heute ist der Himmel wieder über St. Georgen geschlossen, schauen die maßwerkbekrönten Giebel weit ins Land, finden im Innenraum Konzerte und Ausstellungen statt.

Seit Mai 2014 wurde auf dem 36 Meter hohen Turm der Kirche eine Aussichtsplattform eröffnet, die mit einem Fahrstuhl erreibar ist. Bis zu 30 Gäste können von dort aus einen beeindruckenden Ausblick über die Stadt und die nähere Umgebung genießen.

Öffnungszeiten der St. Georgen-Kirche


Meisterwerke sakraler Backsteingotik


Innerhalb weniger Jahre verbreitet sich im Ostseeraum ein Baustil, der wegen seines Baumaterials und seiner architektonischen Formen als „norddeutsche Backsteingotik" in die Geschichte eingegangen ist.

Aus Lehm wurde in fleißiger Handarbeit Stein für Stein geknetet, geformt und gebrannt. Aus diesen einfachen gebrannten Mauerziegeln - den Backsteinen - schufen die baufreudigen Bürger trutzige Stadtmauern, stolze, fantasievoll gestaltete Giebelhäuser - und eindrucksvolle Meisterwerke sakraler Backsteingotik: die Hauptkirchen von Wismar.

Ausstellung «Wege zur Backsteingotik«


Der Backstein fasziniert


Der Backstein - er fasziniert durch seinen rauhen, aber herzlichen Charme.   St. Nikolai, St. Marien, St. Georgen - imposante spätgotische Gotteshäuser recken sich hoch in den Himmel der Hansestadt, sakrale Bauwerke von gewaltigen Ausmaßen, beeindruckende Kulturdenkmäler . . . historische Wahrzeichen.
Die Schriftstellerin Ricarda Huch verbeugte sich ehrfürchtig: „. . . mehr als Geschichte verraten uns Wismars Bauten . . . gewaltig ragen die drei Hauptkirchen empor: St. Marien und St. Georg in der Nähe des Marktes, St. Nikolaus am Hafen, hingeworfen, wie . . . um alle Kirchen der Nachbarschaft zu übertrumpfen."

St. Nikolai


Nur St. Nikolai, einst das Gotteshaus der Schiffer und Fischer, überstand den Krieg unbeschadet. Mit ihrem 37 m hohen Mittelschiff gehört sie zu den höchsten Kirchen Deutschlands.

Öffnungszeiten der St. Nikolai-Kirche


St. Marien


Von St. Marien, der ehemaligen Ratskirche, blieb der mächtige 80 m hohe Turm. Eine Landmarke Wismars, die seit Jahrhunderten gen Land und See grüßt . . . St. Georgen, damals die größte Kirche, erlebt heute ihren tatkräftigen Wiederaufbau.

Öffnungszeiten der St. Marien-Kirche

Ausstellung «Wege zur Backsteingotik«


Heiligen-Geist-Kirche


Ein Kleinod ist die Heiligen-Geist-Kirche mit ihrem schlichten Äußeren und herrlichen Innenraum: barocke Deckenmalerei (1678); Kunstwerke aus den zerstörten Kirchen St. Marien und St. Georgen haben hier und in der Nikolaikirche einen würdigen Platz gefunden.

Öffnungszeiten der Heiligen-Geist-Kirche


Informationen zur Europäischen Route der Backsteingotik finden Sie unter www.eurob.org




























Quelle: Tourist-Information