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Stadtgeschichtliches Museum Wismar - Schabbellhaus -
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Inhalt

Stadtgeschichtliches Museum der Hansestadt Wismar


Ausstellungsarchiv

Unser Archiv wird nach und nach ausgebaut. Sie finden hier eine Auswahl der vergangenen Ausstellungen.

Ausstellungen



Keine Handbreit Wasser unterm Kiel – Schiffsmodelle aus dem Museumsmagazin


Ausstellung in der Gerichtslaube des Wismarer Rathauses
17. August bis 9. September 2012

Schiffsmodelle aus dem MuseumsmagazinSchiffsmodelle entstanden aus ganz unterschiedlichen Gründen: Das älteste Modell, das in der Ausstellung zu sehen war, stammte aus dem 15./16. Jahrhundert – es handelte sich um das Spielzeugboot eines Wismarer Kindes. Halbmodelle aus den Werften des 19. Jahrhunderts wurden erstellt, um die Konstruktion geplanter Schiffe darzustellen und zu überprüfen. Schiffsmodelle, ursprünglich im Besitz Wismarer Reeder, dienten dort der Repräsentation der Reedereien wie der von Ragnar Nilsson. Dem Wunsch Wismarer Bürger, ansehnliche und detaillierte Modelle historischer Schiffstypen von der mittelalterlichen Kogge bis zur Bark des 19. Jahrhunderts besitzen zu können, kam in Wismar insbesondere der Modellbauer Robert Dähncke nach. Modelle aus der Mathias-Thesen-Werft demonstrierten den industriellen Schiffbau in Wismar seit 1946.

Für die Sonderausstellung wurden Schiffsmodelle ausgesucht, die auch im künftigen Museum in der Schweinsbrücke 6/8 zu sehen sein werden. Insofern gab die Ausstellung einen kleinen Vorgeschmack auf die künftige Präsentation.



53° N 11° E – 800 Jahre Hafen Wismar


Ausstellung in der Gerichtslaube des Wismarer Rathauses
2. April  bis 3. Juli 2011

800 Jahre Hafen Wismar Ob Fernhandelshafen oder Fischerhafen, Sporthafen oder Fährhafen, Ausflugsziel oder Filmkulisse – die Ausstellung des Stadtgeschichtlichen Museums beleuchtete ganz unterschiedliche Facetten des Wismarer Hafens. Wandel und Anpassung des Hafens in den vergangenen Jahrhunderten konnte man in wertvollen Gemälden, kostbaren Grafiken und ausgesuchten Film- und Fotodokumenten erkennen. Viele Werke, die das Stadtgeschichtliche Museum für die Ausstellung zusammengetragen hatte, waren erstmals öffentlich zu sehen – sei es, weil sie erst in den vergangenen Jahren in den Bestand des Museums kamen, sei es, weil private Leihgeber sie nur für diese Ausstellung zur Verfügung stellten. Eine Projektgruppe der Medienwerkstatt des Filmbüro MV war auf Anregung des Stadtgeschichtlichen Museums im Hafen auf Klang-Fang gegangen. Ihre Ausbeute an Tönen, Geräuschen und Klängen aus dem Hafen war ebenfalls in der Gerichtslaube zu hören.



Eine Geschichte in 1000 Teilen – Neue Funde aus der Wismarer Hansezeit


Ausstellung in der Gerichtslaube des Wismarer Rathauses
3. bis 20. September 2009

Einmalige Zeugnisse der Wismarer Hansezeit wurden bei archäologischen Grabungen im Wismarer Stadtgebiet durch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege freigelegt. Ob Münzschätze aus den Wismarer Stadtkirchen, Pilgerzeichen von Santiago bis Güstrow, Tuchplomben aus Amsterdam und Deventer - es entfaltete sich ein eindrucksvolles Bild Wismarer Weitläufigkeit zur Hansezeit. Zu den wiedergewonnenen hansischen Schätzen gehört auch der Teil des historischen Museumsbestandes, der seit dem 2. Weltkrieg im Keller der Alten Schule verschüttet war.
In Kooperation mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege und mit Unterstützung aus dem Archiv der Hansestadt Lübeck sowie von der Universität Greifswald hatte das Stadtgeschichtliche Museum der Hansestadt Wismar spektakuläre und unschätzbare Kostbarkeiten aus der Wismarer Hansezeit zusammengetragen, die größtenteils noch nie öffentlich gezeigt wurden und in der Ausstellung "Eine Geschichte in 1000 Teilen - Neue Funde aus der Wismarer Hansezeit" erstmals im Original zu sehen waren.



Auf den Spuren des Bacchus durchs Museum


8. Juli bis 8. September 2008

Fassade Bacchus © Presse, HWI
© Presse, HWI 
Spannende und unerwartete Geschichten aus der Wismarer Wein-Geschichte waren im Stadtgeschichtlichen Museum zu entdecken. Ein thematisch angelegter Rundgang durch die stadtgeschichtliche Ausstellung ließ die Wismarer Weingeschichte anschaulich werden. Ein Flyer führte die Museumsbesucher zugleich durch die Ausstellung und durch die Weingeschichte. Der Rundgang „Auf den Spuren des Bacchus“ war – ebenso wie für alle anderen Ausstellungen im Schabbellhaus - in Deutsch und Englisch erhältlich, damit auch die nicht-deutschsprachigen Museumsbesucher auf Entdeckung gehen konnten.

Bereits 1266 begann die sicher dokumentierte Wein-Geschichte Wismars. Der beliebteste Wein war im Mittelalter der Rheinwein. Ende des 16. Jahrhunderts führte man auch süße Südweine namens Malvasier oder Bastert im Ratskeller. Was kostete der Wein im Mittelalter und wann verschenkte der Wismarer Rat ihn? Woher kam der Wein und wer durfte ihn kaufen und verkaufen? Und schließlich: Was hat der Brauherr Heinrich Schabbell mit Wein zu tun? Das alles ließ sich im Schabbellhaus an ausgewählten Exponaten der stadtgeschichtlichen Ausstellung ergründen.

Bacchus, der antike Gott des Weines, war im Schabbellhaus auch auf einem prächtigen Gemälde aus der Briesemannschen Sammlung zu sehen.



Wismars erste Gemäldesammlung - das Legat des Franz Briesemann


28. September 2007 bis 2010

Gemäldesammlung Franz Briesemann © Presse, Hansestadt Wismar
© Presse, Hansestadt Wismar 
Herausragende Gemälde des 16. bis 18. Jahrhunderts von italienischen, französischen und niederländischen Meistern sammelte der Rittergutsbesitzer Franz Briesemann. 1891 vermachte der aus Wismar stammende Briesemann seine Sammlung, die er vermutlich in Großbritannien zusammengetragen hatte, testamentarisch seiner Geburtsstadt. Inzwischen gehört die Kollektion zum Bestand des Stadtgeschichtlichen Museums.

Neue Forschungen an der Freien Universität Berlin sowie am Institut national d´histoire de l´art in Paris zu einzelnen Gemälden der Briesemannschen Sammlung brachten überraschende Erkenntnisse zu Künstlern und Bildthemen einzelner Werke. Die vom Restaurator des Museums wiederentdeckte Signatur auf einem "Interieur" von Pieter Verelst, neu aufgefundene Vorbilder wie im Falle des "Hühnerhofs" nach Melchior D´Hondecoeter oder auch im Falle von "Bacchus und Ariadne" nach Antoine Coypel erlauben ganz neue Zugänge zu den Gemälden der Briesemannschen Sammlung. Die Bilder dieser Sammlung sind mehr als ein sinnlicher Augenschmaus. Man konnte sich in der Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum wie ein Detektiv auf die Fährte ihrer Motive und Maler begeben und anhand der Wismarer Sammlung spannende Exkursionen durch die europäische Kunstgeschichte machen. Seit 2010 schmücken Gemälde der  Briesemannschen Sammlung das Wismarer Rathaus.



Gute Politik. Friedrich Christoph Dahlmann (1785-1860) - Von der Aktualität einer historischen Herausforderung


13. Mai bis 16. September 2007

Dahlmann / Gute Politik / Wis Studien Bd11 © Presse, Hansestadt Wismar
© Presse, Hansestadt Wismar 
Was ist eigentlich "gute Politik"? Es gibt kaum eine aktuellere Frage. Auch in der Vergangenheit haben sich kluge Menschen darüber den Kopf zerbrochen. Einer von ihnen war Friedrich Christoph Dahlmann, geboren und aufgewachsen in Wismar. Im 19. Jahrhundert galt er als einer der führenden politischen Köpfe in Deutschland. Die Ausstellung zeigte, welche zentralen politischen Themen Dahlmann ansprach und wie man sich aktuell mit ihnen auseinandersetzt. Dahlmanns Gedanken sind eine Herausforderung. Auch heute noch.
Die Ausstellung wurde im Anschluss an ihre Präsentation in Wismar mit großem Erfolg im Oktober 2007 im Schweriner Landtag, in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin sowie im Bundesrat in Berlin gezeigt. 

Zur Ausstellung erschien ein Katalog, der in der Beguinenstraße 4 bei der Museumsverwaltung zu erwerben ist.

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Wismarer Geschichte(n) von Störtebeker bis Dornier - ein Rundgang durch 800 Jahre Stadtgeschichte


05. Mai 2006 bis 2010

Wismarer Geschichte(n) von Störtebeker bis Dornier - ein Rundgang durch 800 Jahre Stadtgeschichte © Presse, Hansestadt Wismar
© Presse, Hansestadt Wismar 
Viele Mythen sind über den legendären Seeräuber Klaus Störtebeker bekannt - doch in Wismar sind seine Spuren sicher nachzuweisen: Im Wismarer Gerichtsbuch ist er erstmals namentlich erwähnt. Der Ausstellungsabschnitt zum mittelalterlichen Wismar zeigte, in was für einer Stadt Störtebeker lebte, womit die Kaufleute ihr Geld verdienten, welche Spuren die Wismarer hinterließen.

"Der Stadt Nahrung beruht auf dem Brauwerk", schrieb der Wismarer Rat 1587. Prächtige Gebäude und deren wertvolles Inventar zeugen heute noch vom Reichtum der Wismarer Bürger im 16. Jahrhundert. Renaissance und Reformation sorgten für tiefgreifende Umbrüche in der städtischen Gesellschaft. Hinter der prachtvollen Fassade bürgerlichen Wohlstandes gewann der mecklenburgische Herzog als Landesfürst mehr und mehr Einfluss auf das Schicksal Wismars.

Mit dem Einzug schwedischer Truppen 1632 begann die Wismarer Schwedenzeit. Als schwedische Besitzung wurde Wismar im 17./18. Jahrhundert immer wieder in die Auseinandersetzungen zwischen Schweden, Dänemark und den deutschen Ländern einbezogen. Schweden baute die Stadt zu einer der stärksten Festungen in Nordeuropa aus. Im zivilen Leben veränderte vor allem die Einrichtung des Königlich Hohen Tribunals die Stadt. Die zahlreichen Unterlagen dieses internationalen Gerichts liefern heute wertvolles Material zu Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte Wismars.
Der Malmöer Pfandvertrag von 1803 regelte die Rückgabe Wismars von Schweden an Mecklenburg, erst seit 1903 gehört die Stadt wieder uneingeschränkt zu Mecklenburg.

Ob Bahnanschluss oder Theaterbau, Fritz-Reuter-Ehrung oder Museumsgründung: Augenzeuge und Mitgestalter des städtischen Lebens im 19. Jahrhundert innerhalb der Stadtmauern war der Wismarer Maler Carl Canow (1814 - 1870). Zu denen, die in diesen auch von Auswanderung geprägten Jahrzehnten Wismar verließen, gehörten Carl, Mathilde und Auguste Möglin, drei Wismarer Geschwister, die 1859 bzw. 1881 nach Australien auswanderten und mit dem auf den Goldfeldern Victorias gewonnenen Reichtum u.a. eine ethnologische Sammlung zusammentrugen, die sie 1903 ihrer Heimatstadt schenkten. Die so genannte Möglinsche Sammlung umfasst neben asiatischen Porzellanen, Bronzen und Skulpturen auch australische und neuseeländische Gemälde.
Der Wandel Wismars zur Industriestadt ist untrennbar verknüpft mit dem Fahrzeugbau in den Ende des 19. Jahrhunderts gegründeten Podeus´schen Werken, dem von Rüstungsaufträgen dominierten Flugzeugbau durch den Dornier-Nordkonzern, dessen Zentrale von 1933 bis 1945 in Wismar angesiedelt war, sowie dem Schiffbau auf der Mathias-Thesen-Werft ab 1946.



Verhext und verwünscht – sagenhaftes Wismar


4. Februar bis 27. August 2006

2_Verhext und verwuenschtEs ist noch nicht einmal 100 Jahre her, da wurden in Wismar noch zahlreiche Legenden und Sagen erzählt: von Rittern und Zwergen, Drachen und Hexen, verzauberten Prinzessinnen und verwünschten Bauern. Wie reine Fantasiegeschichten erscheinen uns heute diese Erzählungen. Doch im Unterschied zum Märchen nehmen Sagen oft in Anspruch, von tatsächlich Geschehenem zu berichten. So sind auch in den Wismarer Sagen historische Hintergründe sowie zeitlose Ängste und Sorgen der Menschen in der Stadt und ihrer Umgebung zu entdecken. In dieses sagenhafte Wismar führte die Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum.

Da einige der Sagen in der slawischen Zeit Mecklenburgs, im mittelalterlichen oder schwedischen Wismar spielen, wurden die beliebten Wismarer Sagenbilder in der Ausstellung mit Exponaten unterschiedlichster Zeiten kombiniert: Von Schaustücken der Ur- und Frühgeschichte sowie historischen Waffen und Haushaltsgeräten bis zum jüngsten Trommlerlied aus dem Jahr 2003.

Zur Vorbereitung der Ausstellung haben die Museumsmitarbeiter auf den Spuren des mecklenburgischen Volkskundlers Richard Wossidlo in der Universität Rostock nach den Ursprüngen der Sagen geforscht. Sie sind den alten Geschichten um besondere Menschen und Orte nachgegangen. Die Ergebnisse dieser Forschungen und neue Erkenntnisse zum Leben und Werk des Malers Viktor Bogo-Jawlensky sind in die Ausstellung ebenso eingeflossen wie in den Ausstellungskatalog.

Zur Ausstellung bot das Museum in Kooperation mit der Internationalen Jugendbauhütte ein museumspädagogisches Programm mit altersgerechten Erläuterungen an. Mit Malbögen und Sagenpuzzle konnten die jungen Besucher auch selbst tätig werden. Eine Sagenrallye führte an mystische Orte der Stadt.
Zur Ausstellung erschien ein Katalog, der in der Beguinenstraße 4 bei der Museumsverwaltung zu erwerben ist.

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Flugzeugbau in Wismar - Die Norddeutschen Dornierwerke


29. April bis 4. Dezember 2005

3_Flugzeugbau in Wismar © Presse, Hansestadt Wismar
© Presse, Hansestadt Wismar 
Wer die Begriffe "Dornier" und "Flugzeugbau" hört, denkt vermutlich nicht zuerst an Wismar, sondern viel eher an legendäre Flugboote wie den Do-Wal oder die Do X sowie an den genialen Flugzeugkonstrukteur Claude Dornier und sein Flugzeugwerk in Friedrichshafen. Tatsächlich gründete Claude Dornier 1933 die Dornier Werke Wismar GmbH, die 1938 zusammen mit Werken in Berlin und Lübeck den Dornier-Nordkonzern bildete. Die Zentrale dieser Norddeutschen Dornierwerke, bei denen zeitweise fast 9000 Menschen beschäftigt waren, befand sich bis 1945 in Wismar. Doch bisher fehlte eine Übersicht über die Geschichte dieser Flugzeugwerke.
Warum gründete Dornier ein Zweigwerk in Norddeutschland und warum gerade in Wismar?
Wo befanden sich die verschiedenen Werke des Dornier-Nordkonzerns? Was wurde dort produziert? Wer hat dort gearbeitet und was wurde aus den Werksanlagen nach dem 2. Weltkrieg?
Diese Fragen wurden in der Ausstellung im Schabbellhaus beantwortet. Viele Akten, die die Wismarer Dornierwerke betrafen, gingen in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs und den ersten Nachkriegsjahren verloren. Auf dem Firmengelände bestand aus Geheimhaltungsgründen ein Fotografierverbot, das für offizielle Aufnahmen oder bei besonderen Anlässen gelockert wurde.
Für die Ausstellung hatten ehemalige Dornier-Mitarbeiter ihre Erinnerungen aufgeschrieben und erzählt. Die Besucher der Ausstellung konnten diese in Hörstationen erleben. Historische Filme führten die Flugzeuge vor Augen. Leihgaben aus den Nachlässen wichtiger Dornier-Mitarbeiter in Wismar wie dem Leiter der Norddeutschen Dornierwerke Schulte-Frohlinde und dem Chefeinflieger Robert Förster sowie von ehemaligen Lehrlingen, Bordtechnikern oder Bürokräften gaben einen einmaligen Einblick in das Innenleben der Norddeutschen Flugzeugwerke.
Das Historische Unternehmensarchiv der Dornier GmbH hatte die Ausstellung ebenso mit Leihgaben unterstützt wie die Familie Silvius Dornier. Nach den Ausstellungen zu Waggon- und Schiffbau vervollständigte das Stadtgeschichtliche Museum mit der Präsentation zum Flugzeugbau in Wismar die Überlieferung zur städtischen Industriegeschichte, die weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlte.
Zur Ausstellung erschien ein Katalog, der in der Beguinenstraße 4 bei der Museumsverwaltung zu erwerben ist.

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Carl Canow - von der entschiedenen Neigung zur Malerei


8. Oktober 2004 bis 6. März 2005

6_Carl Canow © Presse, Hansestadt Wismar
© Presse, Hansestadt Wismar 
So vollständig wie nie zuvor zeigte die Ausstellung "Carl Canow - Von der entschiedenen Neigung zur Malerei" mit mehr als 80 Werken die Bandbreite des Wismarer Malers Carl Canow. Ungefähr die Hälfte der ausgestellten Werke stammten aus dem Bestand des Stadtgeschichtlichen Museums, die anderen Werke stellten das Staatliche Museum Schwerin, die Stiftung Mecklenburg, das Kulturhistorische Museum Rostock sowie Privatleihgeber zur Verfügung.
Vor allem Porträts des Wismarer Bürgertums und des Landadels der Umgebung prägten Canows Ruf. Dass er 1814 als Sohn eines Schustermeisters in Wismar geboren wurde, mit Unterstützung Wismarer Bürger zeitweise an der Berliner Akademie studierte, eine Vielzahl von Porträts Wismarer Bürger malte, sich schließlich 1870 in geistiger Umnachtung umbrachte und auf dem Wismarer Friedhof beerdigt wurde, gehört zu den bekannten Eckpfeilern in der Biographie Carl Canows. Doch zwischen den Polen "arm geboren" und "geisteskrank gestorben" entfaltete sich ein reiches Künstlerleben, das sich in der Herstellung von Auftragsporträts längst nicht erschöpfte. Insbesondere mit seinen Genrebildern nahm Carl Canow am nationalen Kunstleben des 19. Jahrhunderts teil. Mit Unterstützung verschiedener Kunstvereine in Deutschland und der Schweiz bot Canow seine Genrebilder auf dem freien Kunstmarkt an und verkaufte sie auf Ausstellungen zwischen Tilsit und Stuttgart sowie nach Schweden. Obgleich er bis auf seine kurze Studienzeit in Berlin stets in Wismar ansässig war, reichte sein Radius durch diese Teilnahme am überregionalen Kunstmarkt weit über seine Heimatstadt hinaus. Zur Ausstellung erschien ein Katalog, der in der Beguinenstraße 4 bei der Museumsverwaltung zu erwerben ist.

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Von Mauern umschlossen - Die Veste Wismar


2. April bis 3. Oktober 2004

Im Jahr des 775. Stadtjubiläums der Hansestadt Wismar bot die Ausstellung einen Überblick über die Befestigungsanlagen der Stadt vom gotischen Mauerring mit Toren und Türmen über die barocke Festung bis zu deren Schleifung und Umwandlung der Befestigungsanlagen in einen Park und eine Ringstraße.
Die erste Stadtmauer Wismars wurde im 13. Jahrhundert in Backstein errichtet. Ihre Erbauung war ebenso wie der Bau der Kathedralen eine Gemeinschaftsleistung aller Bürger. Historikern gilt der Bau einer Stadtmauer als wichtiges Kriterium, um Städte von Dörfern und anderen Ortschaften zu unterscheiden. Die Stadtmauer war im Mittelalter das Symbol städtischer Freiheit schlechthin. Die Mauer diente nicht nur zur Verteidigung, sondern markierte einen eigenen Rechts- und Wirtschaftsraum.



Die andere Sella Hasse - Gemälde und Aquarelle


15. Oktober 2003 bis 28. März 2004

5_Sella Hasse_Oelbilder © Presse, Hansestadt Wismar
© Presse, Hansestadt Wismar 
Mit dem Namen der Malerin und Graphikerin Sella Hasse (1878-1963) verbinden Kunstinteressierte heute vor allem expressive Graphiken aus der Welt der Arbeit.
Ein fast unbeachteter Teil des künstlerischen Schaffens von Sella Hasse war im Stadtgeschichtlichen Museum zu entdecken: Impressionistische Arbeiten von überraschender Leichtigkeit, eindrucksvolle Porträts und symbolische Darstellungen. Eine Reihe dieser Arbeiten wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Ausstellungen der Berliner Secession, der wichtigsten Künstlervereinigung der Moderne unter der Präsidentschaft von Max Liebermann und Lovis Corinth, ausgestellt und gerieten danach in Vergessenheit.
Zwei Jahrzehnte, von 1910 bis 1930, lebte Sella Hasse in Wismar und blieb auch nach ihrer Übersiedlung nach Berlin mit der Hafenstadt verbunden. Nach ihrem Tod wurde sie auf eigenen Wunsch auf dem Wismarer Friedhof beigesetzt.
Große Teile ihres künstlerischen Nachlasses befinden sich inzwischen im Stadtgeschichtlichen Museum. Dazu gehört auch ein Bestand von über 300 farbigen Arbeiten, wie Ölbilder, Aquarelle, Temperabilder und Collagen, die bisher noch nie als zusammenhängender Werkkomplex zu sehen waren. Diese Lücke schloss das Stadtgeschichtliche Museum mit der Ausstellung "Die andere Sella Hasse". Viele der rund 100 für die Ausstellung ausgewählten Werke waren erstmalig zu sehen und haben das bestehende Bild der Künstlerin sicher verändert.
Neben den künstlerischen Werken befinden sich auch viele Dinge aus Sella Hasses Privatbesitz inzwischen im Museum. Dazu gehören Teile ihres Mobiliars, Fotoalben und ein umfangreicher Bestand ihrer Korrespondenz aus den Jahren 1903 bis 1963. Diese Unterlagen gaben wertvolle Hinweise auf die Biographie und Werke Sella Hasses, die in die Ausstellung eingeflossen sind. Eine Bildschirmpräsentation ermöglichte dem Besucher einen Einblick in diese Archivalien. Zur Ausstellung erschien ein Katalog, der in der Beguinenstraße 4 bei der Museumsverwaltung zu erwerben ist.

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Svensk glaskonst

17. August  bis 5. Oktober 2003

8_Svensk GlaskonstZu einem der kulturellen Höhepunkt des Schwedenfestes 2003 zählte die Sonderausstellung "Svensk Glaskonst", die in Kooperation mit dem Smålandsmuseum in Växjö, dem führenden schwedischen Museum für Glaskunst und Kunstglas, zusammengestellt wurde. Die Exposition mit mehr als 100 Glasobjekten bot einen Überblick über die schwedische Glaskunst der letzten hundert Jahre. Im 20. Jahrhundert hat sich das schwedische Glas mit seinen phantasievollen Glasobjekten und schön gestalteten Gebrauchsgegenständen einen Namen gemacht. Der größte Teil dieser Produkte kommt aus der Region Småland, die wegen der Vielzahl ihrer Glashütten auch unter dem Namen „Glasreich“ bekannt ist. Im Jahre 1900 gab es etwa 40 Glashütten in Småland. 2003 befanden sich 13 der insgesamt 14 schwedischen Glashütten in dieser Provinz. Seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts arbeiten Künstler in den schwedischen Glashütten an der Gestaltung des schwedischen Glasdesigns. Seit den 1970er Jahren gibt die Studioglasbewegung, in der die Künstler in eigenen Ateliers ihre Entwürfe verwirklichen, immer neue Impulse und Inspirationen. Seinen internationalen Durchbruch erlangte das schwedische Glas auf der Weltausstellung in Paris 1925. „Swedish Grace“ wurde zum Stilbegriff für graziöses, graviertes Glas z. B. von Simon Gate und Edward Hald, einem Schüler von Henri Matisse. In den 1930er Jahren bestimmte die Funktionalität die Form der Glasgefäße. Glas als Material bekam einen neuen Selbstwert, während aufwändige Motive immer mehr verschwanden. Stets prägten die aktuellen Kunstströmungen die zeitgenössischen Werke: So ließen sich die Glaskünstler in den 1960er Jahren von der Pop-Art inspirieren, in den 1990ern finden sich auch Comic-Motive. Poetische und träumerische Formen und Motive, die auf Märchen und Sagen zurückgreifen, standen Glasobjekten gegenüber, in denen das reine Kristall mit Nägeln, Draht und Stanniolpapier verunreinigt wurde. Farbenprächtige Glasware in asymmetrischen, schwungvollen Formen von Gunnel Sahlin oder schwere, sandgestrahlte Glasplastiken in Form länglicher Kajaks von Bertil Vallien oder die gravierten Tierplastiken von Mats Jonasson, die internationalen Ruhm erlangten, zeigten die Vielfalt der zeitgenössischen Glaskunst.
Die Glasobjekte kamen zum größten Teil aus dem Smålandsmuseum. Außerdem hatten die Museen in Orrefors und Kosta, das Östergötlands Länsmuseum in Linköping, Länsförsäkring Kronoberg, Knutsson Art and Antiques in Vänersborg und einige private Sammler Exponate zur Verfügung gestellt. Neben der wissenschaftlichen Recherche, der Auswahl der Objekte sowie der Ausstellungsgestaltung machte vor allem die Organisation der Transporte, die Logistik und vor allem die Versicherung der ebenso empfindlichen wie kostbaren Objekte die Ausstellung in der Vorbereitungszeit zu einem aufwändigen binationalen Unternehmen, das mit Förderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Bürgerstiftung der Hansestadt Wismar realisiert wurde. Zur Ausstellung erschien ein Begleitheft, das in der Beguinenstraße 4 bei der Museumsverwaltung zu erwerben ist.

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Heut´ schau ich Euch im Schwedenkopf - eine Schiffsplastik wird Markenzeichen

11. April bis 3. August 2003

Schwedenköpfe © Presse, Hansestadt Wismar
© Presse, Hansestadt Wismar 
Die Wismarer Schwedenköpfe gelten als Symbole der schwedisch-wismarschen Historie. Je mehr Schwedenköpfe auf den Wismarer Straßen und Plätzen aufgestellt werden, desto häufiger hört man Fragen zur Geschichte und Bedeutung zu diesen Symbolen der schwedischen Geschichte Wismars.
Warum heißen die Köpfe Schwedenköpfe? Wozu dienten sie ursprünglich? Warum tragen sie einen Löwenkopf als Helm?
Diese Fragen beantwortete die Sonderausstellung "Heut´ schau ich Euch im Schwedenkopf - eine Schiffsplastik wird Markenzeichen" im Stadtgeschichtlichen Museum.
Mit archivalischem Spürsinn, moderner medizinischer Diagnostik und restauratorischen Untersuchungsmethoden wurden die originalen Schwedenköpfe analysiert und erforscht. Die oft erstaunlichen Ergebnisse zur Geschichte der originalen barocken Holzplastiken sowie ihrer vielfältigen Kopien überraschten auch Kenner der wismarschen Tradition.

Übrigens: Der Ausstellungstitel "Heut´ schau ich Euch im Schwedenkopf" ist ein Zitat aus Johann Wolfgang von Goethes "Faust". Zur Goethezeit bezeichnete man mit dem Begriff "Schwedenkopf" eine Frisur, die im Unterschied zur altmodischen, gepuderten Zopfperücke als Zeichen von Modernität und Aufgeklärtheit galt.

 

Anschlag! Plakate der jüngsten Vergangenheit

31. Januar bis 30. März 2003

7_Anschlag_Wismarer PlakateDie Plakatsammlung des Stadtgeschichtlichen Museums der Hansestadt Wismar umfasst ca. 3900 Exemplare. Aus diesem reichen Fundus wurden für die Sonderausstellung 78 Exponate aus der Zeit ab 1946 ausgewählt, die sich direkt auf Wismar beziehen. Sie hingen in Wismar aus, wurden hier hergestellt oder künden von Ereignissen und Veranstaltungen, die für Wismar wichtig waren. Wenn auch inzwischen mit den elektronischen Medien preiswertere und weitreichendere Kommunikationsmittel zur Verfügung stehen, so hat das Plakat als Werbeträger noch immer nicht ausgedient. Wer an dessen aktueller Bedeutung zweifelt, bedenke die massenhafte Plakatierung zum Beispiel zu Wahlkampfzeiten.
Unmittelbar nach Kriegsende konnte die Bevölkerung nur mit Hilfe von Anschlägen über Anordnungen und Befehle der Besatzungsmächte informiert werden. In den Nachkriegsjahren wurde das Plakat zum auflagenstärksten Medium für die Propaganda der Parteien, Massenorganisationen und amtlichen Stellen.
Das Plakat spielte eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der gewünschten Leitbilder. Theater und Kulturbund warben für ihre Veranstaltungen. Themen der Wirtschaftswerbung waren die Leistungssteigerung der Beschäftigten und der Betriebe, die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion und der sparsame Umgang mit Rohstoffen. Mit der Einführung und Verbreitung des Fernsehens ab 1957 änderte sich die Bedeutung des Plakats in der DDR. Stärker als bisher wurde seine Gestaltung nun als künstlerische Aufgabe verstanden. In den ausgestellten Plakaten begegnete man Veranstaltungen wie dem Hanseatenrennen oder der Ostseewoche und Organisationen wie dem FDGB, der DSF oder der GST. Kürzel, die inzwischen für manchen Nachgeborenen schon aufgelöst und erklärt werden müssen. Wendepunkte und herausragende Einzelereignisse der Stadtgeschichte wie der Abzug der britischen Besatzungstruppen 1945 oder der Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953, der in Wismar erst mit einem Tag Verspätung aufflammte, sind in Anschlägen dokumentiert.
Aufgrund ihrer zeitlich begrenzten Lebensdauer sind Plakate stets gegenwartsbezogen und daher unmittelbare Zeitzeugen. Als Auftragskunst vermitteln sie die Wahrheit der Herausgeber. Die Plakate der Ausstellung präsentierten folglich das Bild, das die DDR öffentlich von sich zeichnete. Inwieweit dieses Bild von dem individuellen Erleben der Zeitzeugen und den Ergebnissen der historischen Forschung abweicht, daraus wurde während der Ausstellung ein spannender Dialog.